Birkin-Coup: Millionärin unter Verdacht? 38 Taschen gestohlen
Birkin-Coup: Millionärin unter Verdacht?

Ein Jahr nach dem spektakulären Birkin-Coup steht die Millionärswitwe Senada B. unter einem unerhörten Verdacht. 38 gestohlene Hermès-Taschen im Wert von über einer Million Euro – und nun fragt sie sich, ob die Ermittlungen am Ende gegen sie selbst gerichtet sind. Grund dafür ist die Weigerung der Staatsanwaltschaft, ihrem Anwalt Akteneinsicht zu gewähren.

Der Fall: 38 Luxustaschen gestohlen

Im Sommer 2025 wurden aus dem Anwesen von Senada B. in einer mondänen Villengegend 38 Hermès-Taschen entwendet, darunter mehrere seltene Birkin-Modelle. Der Gesamtschaden beläuft sich nach Angaben der Versicherung auf mehr als eine Million Euro. Die Taschen waren in einem speziell gesicherten Raum aufbewahrt worden. Die Polizei ermittelte zunächst wegen besonders schweren Diebstahls.

Akteneinsicht verweigert – ein schlechtes Zeichen?

Doch nun, ein Jahr später, hat sich die Lage für die Millionärin gewendet. Ihr Anwalt beantragte Akteneinsicht, um den Stand der Ermittlungen zu prüfen – und erhielt eine Absage. „Die Staatsanwaltschaft verweigert die Einsicht mit der Begründung, dass dies den Untersuchungszweck gefährden könnte“, erklärte der Anwalt. Für Senada B. wirft das Fragen auf: „Wenn ich nur Geschädigte wäre, warum darf mein Anwalt dann nicht in die Akten schauen?“, zitiert sie die Bild-Zeitung.

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Verdacht gegen die Geschädigte?

Rechtsexperten sehen darin ein Indiz dafür, dass die Ermittlungen möglicherweise auch in Richtung der Millionärin laufen. „Wenn die Staatsanwaltschaft die Akteneinsicht verweigert, könnte das bedeuten, dass die Geschädigte selbst als Beschuldigte geführt wird“, so ein Strafrechtler. Senada B. selbst weist jede Schuld von sich: „Ich habe nichts zu verbergen. Ich will nur wissen, was passiert ist und wann ich mein Geld von der Versicherung bekomme.“

Versicherung zahlt nicht

Die Versicherung des Anwesens hat die Zahlung der Versicherungssumme bislang verweigert. Grund seien „Unklarheiten im Hergang des Diebstahls“. Die Millionärin vermutet, dass die Versicherung auf ein Ermittlungsergebnis warte, das sie entlaste. „Doch wenn die Polizei gegen mich ermittelt, werde ich nie eine Entschädigung sehen“, befürchtet sie.

Wurden die Taschen auf Bestellung gestohlen?

Ein weiterer Aspekt, der die Ermittlungen erschwert: Die Taschen könnten gezielt auf Bestellung gestohlen worden sein. Im Milieu der Luxusgüter gibt es einen Schwarzmarkt, auf dem seltene Birkin-Bags zu Höchstpreisen gehandelt werden. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Taschen für einen bestimmten Sammler oder Wiederverkäufer gestohlen wurden“, so ein Ermittler. Die Polizei prüft Verbindungen zu bekannten Hehlernetzwerken.

Senada B. kämpft um ihren Ruf

Die Millionärin, die nach dem Tod ihres Mannes ein beträchtliches Vermögen geerbt hat, sieht sich nun einem Imageschaden ausgesetzt. „Ich werde im Internet bereits als Versicherungsbetrügerin beschimpft“, klagt sie. Ihr Anwalt hat Beschwerde gegen die Verweigerung der Akteneinsicht eingelegt und prüft rechtliche Schritte gegen die Staatsanwaltschaft. Der Fall bleibt vorerst undurchsichtig – und die Frage, ob Senada B. Täterin oder Opfer ist, unbeantwortet.

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