Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben ein neues Pilotprojekt gestartet, um die Sicherheit in U-Bahnhöfen zu erhöhen. Unter dem Namen „Pink*Zone“ werden Notruf- und Informationssäulen in auffälligen Farben wie Pink, Gelb, Blau und Rot markiert. Ziel ist es, die Säulen besser sichtbar zu machen und Fahrgästen im Notfall eine schnelle Orientierung zu bieten.
Pilotprojekt an fünf U-Bahnhöfen gestartet
Seit dem 21. Juli 2026 werden die farbigen Markierungen an den U-Bahnhöfen Alexanderplatz, Kurfürstenstraße und Britz-Süd getestet. Wie die BVG mitteilte, sollen am folgenden Tag die Bahnhöfe Walther-Schreiber-Platz und Osloer Straße folgen. Für jeden Bahnhof wurden unterschiedliche Farben gewählt, um eine individuelle Kennzeichnung zu ermöglichen.
Die Fahrgäste sind aufgefordert, ihre Meinung zu den Markierungen abzugeben. Über einen QR-Code an den Säulen können sie ihre Einschätzung direkt übermitteln. Sollte das Feedback positiv ausfallen, plant die BVG, auch an weiteren U-Bahnhöfen solche „Pink*Zone“-Markierungen anzubringen. Insgesamt gibt es laut BVG rund 570 Notrufsäulen in der Hauptstadt, die hauptsächlich an U-Bahnhöfen stehen.
Direkter Draht zur Sicherheitsleitstelle
Die Notrufsäulen sind mit einem Notrufknopf ausgestattet, über den Fahrgäste, die sich unwohl fühlen oder Hilfe benötigen, jederzeit direkt die Sicherheitsleitstelle der BVG erreichen können. Das Projekt soll die Hemmschwelle senken, Hilfe zu rufen, und die Sicherheit in den Bahnhöfen weiter verbessern.
Positive Entwicklung bei Straftaten
Die BVG verzeichnet laut eigenen Angaben einen positiven Trend bei der Sicherheitslage. Im vergangenen Jahr erreichten die Straftaten in den Fahrzeugen und an den Bahnhöfen den niedrigsten Stand seit über zehn Jahren. Im ersten Halbjahr 2026 setzte sich diese Entwicklung fort: Die registrierten Straftaten gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 16 Prozent zurück. Die BVG führt diesen Erfolg auf ihr umfassendes Sicherheitskonzept zurück, zu dem auch das neue Pilotprojekt „Pink*Zone“ gehört.
Ausblick: Ausweitung geplant
Das Pilotprojekt ist zunächst auf fünf Bahnhöfe begrenzt. Die gesammelten Erfahrungen und das Feedback der Fahrgäste werden darüber entscheiden, ob die bunten Markierungen flächendeckend eingeführt werden. Die BVG zeigt sich optimistisch, dass die „Pink*Zone“ einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in den U-Bahnhöfen leisten kann.



