Alkoholverbot an allen Bahnhöfen geplant
Die Deutsche Bahn (DB) beabsichtigt, ein flächendeckendes Alkoholverbot an sämtlichen 5400 Bahnhöfen in Deutschland einzuführen. Dies gab DB-Konzernsprecherin Bröker bekannt. Bereits an Pilotbahnhöfen in Hamburg, Köln und München habe sich das Verbot bewährt. Dort seien die Zahlen gewaltsamer Übergriffe zurückgegangen.
Pilotversuche zeigen Erfolg
In den drei Großstädten wurde das Alkoholverbot zunächst getestet. Laut Bröker führte dies zu einem spürbaren Rückgang von Gewalttaten. Die genauen statistischen Zahlen wurden nicht genannt, aber die DB sieht den Pilotversuch als erfolgreich an. Auf dieser Basis soll das Verbot nun auf alle Bahnhöfe ausgeweitet werden.
Rechtliche Grundlage: Hausrecht der DB
Die Deutsche Bahn beruft sich bei der geplanten Ausweitung auf ihr Hausrecht. Dies erlaubt es dem Unternehmen, auf eigenen Flächen Regeln durchzusetzen. Ein generelles Alkoholverbot wäre somit rechtlich zulässig, solange es nicht diskriminierend wirkt. Die DB plant, das Verbot mit Hinweisschildern und Durchsagen zu kommunizieren.
Auswirkungen auf Reisende und Anwohner
Das Alkoholverbot soll für alle Bahnhöfe gelten, also auch für kleine Stationen. Reisende dürfen dann keinen Alkohol mehr konsumieren oder mit sich führen. Verstöße könnten mit einem Platzverweis oder Hausverbot geahndet werden. Die DB erhofft sich dadurch mehr Sicherheit und ein angenehmeres Umfeld für Fahrgäste.
Kritik und Bedenken
Datenschützer und Bürgerrechtler äußerten Bedenken. Sie sehen die Gefahr von willkürlichen Kontrollen und einer Kriminalisierung von Alkoholkonsum. Die DB betont jedoch, dass das Verbot präventiv wirken und nicht zu einer flächendeckenden Überwachung führen solle. Die endgültige Entscheidung steht noch aus, ein konkreter Zeitplan wurde nicht genannt.



