Dispo-Alternative: Immer mehr Kleinkredite – warum sie oft besser sind
Dispo-Alternative: Immer mehr Kleinkredite – warum sie oft besser sind

Noch nie wurden in Deutschland so viele Kredite abgeschlossen wie derzeit – allerdings werden die Kreditsummen immer kleiner. Von rund zehn Millionen abgeschlossenen Krediten pro Jahr entfällt die Hälfte auf Beträge unter 1000 Euro. Das erklärte Jan Welsch von S-Kreditpartner bei Money Mittwoch von BILD.

Warum Kredite immer kleiner werden

Der Trend zu Kleinkrediten hat mehrere Gründe. Viele Verbraucher nutzen sie, um kurzfristige Engpässe zu überbrücken, etwa für eine unerwartete Autoreparatur oder eine größere Anschaffung. Gleichzeitig scheuen sich viele davor, größere Summen aufzunehmen. Jan Welsch betont: „Ein Kredit ist häufig besser als der Dispo, weil die Zinsen deutlich niedriger sind.“ Während Dispozinsen oft bei über zehn Prozent liegen, sind Ratenkredite schon ab etwa fünf Prozent zu haben.

Kleinkredite: Chancen und Risiken

Die steigende Zahl der Kleinkredite zeigt, dass Verbraucher zunehmend auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten setzen. Allerdings warnt Welsch auch vor einer zu sorglosen Kreditaufnahme: „Auch kleine Schulden können gefährlich werden, wenn man die Rückzahlung nicht im Blick hat.“ Er empfiehlt, vor der Aufnahme eines Kredits genau zu prüfen, ob die monatliche Rate stemmbar ist. Experten raten zudem, den Dispo möglichst zu vermeiden und stattdessen einen Ratenkredit zu wählen, sofern die Bonität ausreicht.

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Was Verbraucher beachten sollten

Wer einen Kleinkredit aufnimmt, sollte auf die effektiven Jahreszinsen achten und verschiedene Angebote vergleichen. Oft locken Banken mit niedrigen Nominalzinsen, verstecken aber hohe Gebühren. Welsch rät: „Im Zweifel lieber einen etwas größeren Kredit aufnehmen, als mehrmals kleine Kredite abzuschließen – das spart Gebühren und schont die Bonität.“ Auch die Laufzeit sollte nicht zu kurz gewählt werden, um den monatlichen Spielraum nicht zu stark einzuschränken.

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