Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) verzeichnet für das Jahr 2025 einen Anstieg der Einbrüche in Häuser und Wohnungen. Bundesweit wurden 82.920 Fälle erfasst, einschließlich der Einbruchsversuche – das sind laut Bundeskriminalamt 4.484 Fälle mehr als im Vorjahr. Die gute Nachricht: Nicht alle Versuche gelingen. Und wie „einladend“ ein Grundstück für Einbrecher ist, kann laut der Initiative K-Einbruch durch bewusste Gestaltung beeinflusst werden.
Zäune als erste Barriere
Die Initiative von Polizei und Wirtschaft empfiehlt, den Vorgarten einzuzäunen. „Eine Einfriedung bildet eine erste Barriere“, heißt es auf deren Webseite. Wichtig ist, Gartentüren und Hoftore stets abzuschließen – auch wenn man zu Hause ist. Besonders sinnvoll sei ein selbst schließendes Gartentor mit beidseitig feststehendem Türknopf und elektrischem Türöffner. Eine Sprechanlage an der Gartentür erlaubt die Überprüfung von Besuchern; die Kombination mit einer Videokamera kann zusätzlichen Schutz bieten.
Kletterhilfen vermeiden
Um Einbrechern keine Hilfestellung zu leisten, sollten potenzielle Kletterhilfen wie Mülltonnen, Gartenmöbel und Leitern weggesperrt werden. Auch Rankgerüste und Bäume, die nah am Haus stehen, können von Einbrechern genutzt werden – hier kann eine Entfernung sinnvoll sein. Hecken und Sträucher direkt am Haus bieten nicht nur Sichtschutz für Bewohner, sondern auch für Einbrecher. Daher rät K-Einbruch, dichte Bepflanzung an leicht zugänglichen Stellen wie Fenstern und Türen zu vermeiden. Fenster und Türen sollten stets geschlossen sein, wenn das Haus oder die Wohnung verlassen wird.
Sicheres Lüften und Fensterbeschläge
Wer im Erdgeschoss oder am Balkonzugang auch nachts lüften möchte, kann laut Verbraucherzentralen Fenster mit Parallelabstell-Beschlägen nutzen. Dabei wird der Fensterflügel nicht gekippt, sondern parallel zum Rahmen verschoben, sodass ein umlaufender Luftspalt Frischluft zulässt. Alle Fensterbeschläge sollten mindestens die einbruchhemmende Widerstandsklasse RC2 aufweisen.
Garagen und Beleuchtung
Verbindungstüren von der Garage ins Wohnhaus sind bei Einbrechern beliebt. Bei Neubauten sollte geprüft werden, ob eine solche Tür nötig ist. Ist sie vorhanden, empfiehlt K-Einbruch ein geprüft einbruchhemmendes Garagentor. Eine Liste entsprechender Hersteller ist auf der Webseite der Initiative verfügbar. Zudem sollten Zugangswege zum Haus gut beleuchtet sein – idealerweise mit automatischen Bewegungsmeldern.



