EU führt Zoll von mindestens 3 Euro auf Pakete von Temu und Shein ein
EU: Mindestens 3 Euro Zoll auf Temu- und Shein-Pakete

Die Europäische Union führt ab Juli einen Mindestzoll von drei Euro auf Pakete von Online-Plattformen wie Temu und Shein ein. Dies geht aus einem Kommentar von Thorsten Knuf, Brüssel-Korrespondent der Funke Mediengruppe, hervor. Die bisherige Zollfreigrenze von 150 Euro für Kleinsendungen wird damit faktisch abgeschafft.

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Laut Knuf haben Plattformen wie Temu und Shein in großem Stil unsichere oder gefährliche Produkte in die EU gebracht. Sie nutzten die bisherige Zollfreigrenze aus oder umgingen sie. Durch die schiere Menge an Paketen sei eine Parallel-Ökonomie entstanden, die von den Behörden nicht ausreichend kontrolliert werden könne.

„Ab Juli wird pro Päckchen ein Zoll von mindestens drei Euro fällig. Und das ist gut so“, schreibt Knuf. Der Schritt sei notwendig, um europäische Produkt-, Umwelt- und Steuerstandards durchzusetzen. Der lokale Einzelhandel und europäische Hersteller litten unter unfairem Wettbewerb.

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Auswirkungen auf Verbraucher und Wirtschaft

Obwohl einzelne Verbraucher von Schnäppchen profitierten, zahle Europa als Ganzes einen hohen Preis für den Produkt-Tsunami aus Übersee. Knuf argumentiert, dass Bürokratieabbau und Deregulierung zwar oft ein Segen seien, aber manchmal auch ein Fluch. Dann müsse die Politik den entgegengesetzten Weg gehen.

Der Kommentar lobt die EU für ihre Entscheidung, strengere Regeln einzuführen. „Eigentlich ist es in der Europäischen Union gerade angesagt, Vorschriften zu schreddern und Unternehmen mehr Freiheiten zu gewähren. Das ist im Prinzip auch sinnvoll – aber nicht in jedem Fall“, so Knuf.

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