Finanz-Expertin warnt vor Abhängigkeit von PayPal, Visa & Co.
Die Münchner Professorin und Payment-Expertin Silke Finken warnt vor einer zu starken Abhängigkeit von US-Bezahldiensten wie PayPal, Visa und Mastercard. Sie empfiehlt Verbrauchern, die europäische Alternative Wero zu nutzen, die bereits von über 55 Millionen Menschen in Europa verwendet wird.
Risiken der Abhängigkeit von US-Diensten
„Digitale Souveränität wird heutzutage immer mehr zu einem zentralen Thema“, sagt Prof. Finken. Viele Verbraucher bemerkten im Alltag gar nicht, wie stark sie beim Bezahlen von amerikanischen Unternehmen abhängig seien. „Solange alles funktioniert, fällt das den meisten nicht weiter auf. Mittlerweile sind elektronische Zahlungsdienste aber Teil der kritischen Infrastruktur geworden – das sollte man immer im Hinterkopf behalten.“
Die meisten Deutschen bezahlen täglich fast ausschließlich über US-Anbieter – im Restaurant, beim Online-Shopping, beim Ticketkauf oder bei der Urlaubsbuchung. Privat verschicken wir Geld von Handy zu Handy ebenfalls per Zahlungsdienstleister aus Übersee. Eskalieren geopolitische Konflikte, könnte diese Abhängigkeit zum Risiko werden.
Was passiert, wenn die Dienste ausfallen?
Prof. Finken stellt die Frage: „Man stelle sich einmal vor, was passiert, wenn diese amerikanischen Unternehmen ihre Dienste in Europa nicht mehr anbieten dürften – aus welchen Gründen auch immer. Man kann so etwas in diesen unberechenbaren Zeiten nicht komplett ausschließen. Das hat uns das Beispiel der neuesten KI-Modelle – also das Verbot von Fable 5 von Anthropic für Nicht-Amerikaner – gerade gezeigt.“
Sollten eines Tages auch Bezahldienste geblockt werden, müsste man plötzlich wieder auf Bargeld und die Girocard zurückgreifen – für viele Deutsche zwei Relikte aus der analogen Vergangenheit. „Die meisten Leute haben gar nicht mehr so viel Bargeld dabei. Und immer mehr halten einfach ihr Smartphone an die Ladenkasse und bezahlen mit Apple Pay oder anderen mobilen Diensten. Auch im Urlaub wird inzwischen viel mit der Kreditkarte bezahlt, und jeder verlässt sich auf ihre weltweite Akzeptanz. Deshalb ist es gut, dass wir mit Wero jetzt eine europäische Lösung haben“, so Prof. Finken.
Wero als europäische Alternative
Wero basiert auf Echtzeitüberweisungen und ermöglicht Zahlungen innerhalb weniger Sekunden. Bereits heute kann Wero für gemeinsame Restaurantrechnungen, Taschengeld oder Einkäufe bei immer mehr Online-Händlern genutzt werden. Zudem sehen viele Befürworter Vorteile beim Datenschutz. „Deshalb sollten wir in der Frage nicht alles auf eine Karte setzen. Jeder von uns vertraut seiner Hausbank – teilweise seit Jahrzehnten. Warum also nicht auch ihrer digitalen Bezahllösung? Meine Empfehlung: Wero sollte jeder auf seinem Smartphone haben!“, rät Prof. Finken.



