Die Sonne brennt, der Grill glüht – doch bei Hitze und Trockenheit steigt die Brandgefahr erheblich. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnt: Schon ein kleiner Funke oder ein heißer Ascherest kann ausreichen, um Brände zu entfachen. „Der Abstand zu brennbaren Bereichen muss angepasst werden, wenn diese durch Hitze trockener sind – also zum Beispiel zu einem ausgetrockneten Strauch im Garten“, erklärt Silvia Oestreicher vom DFV auf myHOMEBOOK-Anfrage.
Sicherer Standort und Aufbau des Grills
Bereits beim Aufbau beginnt die Sicherheit. „Achten Sie darauf, dass der Grill einen sicheren Stand hat. Bauen Sie keine Behelfskonstruktionen“, rät Oestreicher. Ein umkippender Grill kann Glut und heißes Fett freisetzen, die schnell einen Brand verursachen. Der Grillplatz sollte möglichst weit von trockenen Hecken, Sträuchern oder anderen leicht brennbaren Materialien entfernt sein.
Auf vertrockneten Wiesen oder Grasflächen sollte ein Grill grundsätzlich nicht stehen. Besser geeignet ist ein fester, möglichst nicht brennbarer Untergrund wie Stein oder Beton. Wer an einer Feuerstelle grillt, sollte einen nicht brennbaren Streifen aus Erde, Sand oder Steinen rund um den Grillplatz anlegen, empfiehlt Oestreicher.
Typische Fehler und Verbote
Ein häufiger Fehler ist der Einsatz von Brandbeschleunigern. „Gießen Sie niemals Spiritus oder andere brennbare Flüssigkeiten in die Glut!“, warnt die Expertin. Die entstehenden Stichflammen können schwere Verbrennungen verursachen. Ebenso wichtig: Der Grill darf niemals unbeaufsichtigt bleiben, besonders wenn Kinder oder Haustiere in der Nähe sind.
Besondere Vorsicht ist in der Nähe von vertrocknetem Rasen, trockenen Hecken, Sträuchern und Mulchbeeten nötig. Auch Holzterrassen, Holzzäune und Gartenmöbel aus brennbaren Materialien können durch Funkenflug beschädigt werden oder Feuer fangen.
Löschmittel immer bereithalten
„Generell sollte man ein Löschmittel bereithalten, nicht nur bei besonderer Hitze – aber dann erst recht“, sagt Oestreicher. Ein Eimer Wasser, ein Gartenschlauch oder ein Feuerlöscher können helfen, einen Entstehungsbrand schnell unter Kontrolle zu bringen. Viele denken erst bei extremer Hitze an zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, doch die Feuerwehr empfiehlt dies grundsätzlich bei jedem Grillabend.
Heiße Asche richtig entsorgen
Heiße Asche gehört niemals in Kartons, Müllsäcke oder Plastikbehälter. Selbst Glut, die längst erloschen scheint, kann Stunden später noch einen Brand auslösen. Erst wenn die Asche vollständig ausgekühlt ist, sollte sie entsorgt werden. Kleinere Mengen Holzkohlenasche gehören in der Regel in den Restmüll.



