Der Führerschein – für viele der erste große Schritt in die Freiheit. Doch der Weg dorthin kann teuer werden: Im Schnitt kostet der Lappen rund 3300 Euro, in manchen Städten sogar noch mehr. Wer die Prüfung nicht beim ersten Mal besteht, muss mit Kosten von mehr als 5000 Euro rechnen.
Sieben Tipps, um Kostenfallen zu vermeiden
AUTO BILD hat zusammen mit den Experten der Deutschen Verkehrspädagogischen Institute (DVPI) sieben Tipps zusammengestellt, um Kostenfallen zu umgehen und den Führerschein möglichst effizient zu meistern.
1. Früh anfangen lohnt sich
Je früher man mit dem Führerschein anfängt, desto leichter fällt das Lernen. Neue Abläufe, Verkehrsregeln und das Gefühl fürs Auto gehen jungen Fahrschülern oft schneller in Fleisch und Blut über. Wichtig ist aber auch, am Ball zu bleiben: Wer monatelang pausiert, muss sich vieles wieder neu erarbeiten. Ein Führerschein ist in diesem Punkt wie eine Netflix-Serie: Wer nach drei Monaten wieder einsteigt, hat keine Ahnung mehr, was vorher passiert ist.
2. Clever planen und Kosten im Blick behalten
Der Führerschein ist kein Spontankauf wie ein Paar Sneaker oder ein neues Smartphone. Wer schon vor dem Start weiß, wie viel Geld zur Verfügung steht, vermeidet teure Unterbrechungen und bleibt im Lernrhythmus. Denn nichts ist ärgerlicher, als mitten in der Ausbildung eine Zwangspause einzulegen. Das Auto wartet schließlich nicht darauf, dass der Kontostand wieder gute Laune bekommt.
3. Bürokratie frühzeitig erledigen
Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, Passbild und Führerscheinantrag klingen zwar nicht besonders aufregend, sind aber die notwendigen Eintrittskarten zur Prüfung. Wer hier trödelt, verliert wertvolle Zeit und verschiebt oft den gesamten Ablaufplan. Bürokratie ist wie eine rote Ampel: Man kann sich darüber ärgern, schneller grün wird sie trotzdem nicht.
4. Die richtige Fahrschule finden
Die billigste Fahrstunde ist nicht automatisch das beste Angebot. Wichtiger sind eine gute Ausbildung, ausreichend Fahrtermine und ein Fahrlehrer, der einen wirklich voranbringt. Denn eine schlecht organisierte Ausbildung kann am Ende deutlich teurer werden. Frei nach dem Motto: Wer beim Fahrlehrer spart, bezahlt den Prüfer später vielleicht gleich zweimal. Bei der Wahl der richtigen Fahrschule sollte nicht nur der Preis entscheidend sein. Erkundigen Sie sich vorher auch im Familien- und Freundeskreis nach deren Erfahrungen.
5. Theorie ernst nehmen
Die Theorie ist nicht nur lästiges Pflichtprogramm, sondern die Grundlage für alles, was später auf der Straße passiert. Hier sollte man von Anfang an dranbleiben, denn wer Verkehrsregeln begreift, macht schneller Fortschritte in den Fahrstunden und fühlt sich auch später sicherer im Auto. Außerdem gehört die Theorieprüfung zu den wenigen Prüfungen im Leben, bei denen alle Fragen vorher bekannt sind. So viel Hilfestellung gibt es nicht einmal von Günther Jauch bei „Wer wird Millionär?“.
6. Fahrstunden effektiv nutzen
Jede Fahrstunde kostet Geld – und zwar nicht gerade wenig. Bis zu 80 Euro verlangen einige Fahrschulen für die normalen 45 Minuten. Die vorgeschriebenen Sonderfahrten schlagen sogar mit bis zu 95 Euro zu Buche. Da lohnt es sich, aufmerksam zuzuhören, Feedback einzuholen und gezielt an Schwächen zu arbeiten. Auch außerhalb der Fahrschule kann man lernen, etwa als aufmerksamer Beifahrer. Schließlich kostet Beobachten nichts.
7. Gut vorbereitet in die Prüfung
Hier lohnt sich das Lernen mal so richtig. Schlechte Mathe- oder Deutsch-Noten muss man vielleicht nur mit den Eltern ausdiskutieren. Eine verpatzte Führerscheinprüfung hingegen wird sofort richtig teuer. Wer gut vorbereitet, ausgeschlafen und mit kühlem Kopf antritt, hat die besten Chancen auf den Erfolg im ersten Versuch. Und das ist am Ende deutlich günstiger, als dem Prüfer ein zweites oder drittes Mal „Hallo“ sagen zu müssen.



