Der Air-Fryer von Fritaire ist als Heißluftfritteuse ein wahres Statement-Piece. Was das Modell so besonders macht und ob sich der Kauf lohnt – hier alle Test-Details im Einzel-Check.
Technische Daten und Ausstattung
Das Gerät leistet 1500 Watt und hat ein Fassungsvermögen von etwa fünf Litern. Die Maße betragen 35,3 × 27,4 × 31,2 Zentimeter. Im Lieferumfang enthalten sind ein Heizelement, ein 5-Liter-Behälter, eine Edelstahl-Frittierplatte, eine rotierende Trommel, ein Drehspieß, ein Greifer und eine Anleitung. Die Funktionen umfassen Air-Fry, Backen, Braten, Grillen, Aufwärmen und Dehydrieren. Der Glasbehälter ist BPA-frei und enthält kein Teflon.
Design und Verarbeitung
Der Glas-Air-Fryer von Fritaire fällt optisch auf: Er ist in sechs Farben erhältlich und setzt auf eine transparente Glaskugel statt auf einen klassischen Garkorb. Anders als andere Glas-Heißluftfritteusen bringt Fritaire nur eine Glasschüssel mit, die nicht spülmaschinengeeignet ist. Dafür gibt es eine praktische Selbstreinigungsfunktion: Wasser und Spülmittel einfüllen, Programm starten – im Test funktioniert das sehr gut. Das restliche Zubehör kann in die Spülmaschine, darunter die rotierende Trommel und der Drehspieß für die Rotisserie-Funktion. Batterien für den Motor liegen nicht bei. Tumbler und Drehspieß sollen laut Hersteller für eine gleichmäßige 360-Grad-Hitzeverteilung sorgen. Für unterwegs ist der Fritaire nicht geeignet, da es keine To-go-Deckel gibt.
Leistung und Bedienung
Das Heizelement sitzt oben auf der Glasschüssel und arbeitet mit 1500 Watt. Die Temperatur lässt sich manuell zwischen 80 und 200 Grad einstellen, der Timer läuft bis zu 60 Minuten. Sechs Programme stehen zur Auswahl: Steak, Huhn, Meeresfrüchte, Pommes, Toasten und Dehydrieren. Das Programm pausiert jederzeit und stoppt automatisch beim Öffnen des Deckels, startet aber nicht von selbst wieder. Das helle LED-Touch-Display reagiert zuverlässig, insgesamt wirkt das Gerät stabil und hochwertig verarbeitet.
Crunch-Test: Pommes und Nuggets
Für die Pommes wird die Trommel verwendet. Das Pommes-Programm läuft bei 200 Grad für 25 Minuten – eine eher lange Garzeit. Während des Betriebs zeigt das Display abwechselnd Temperatur und Restzeit an. Das integrierte Licht ermöglicht einen guten Blick in den Garraum. Mit 49 Dezibel bleibt der Fritaire angenehm leise. Der Energieverbrauch liegt bei 0,448 kWh und damit relativ hoch. Die Griffe am Heizelement werden warm, aber nicht heiß. Das Pommes-Ergebnis sieht gut aus, ist aber nicht ganz gleichmäßig: Einige Stücke sind kross, andere noch nicht durchgegart. Nuggets werden bei 200 Grad für 15 Minuten zubereitet. Der Verbrauch beträgt 0,200 kWh. Geschmacklich überzeugen die Nuggets, könnten aber knuspriger sein.
Kartoffeln, Brokkoli und Pizza
Für Kartoffeln und Brokkoli kommt die Edelstahl-Frittierplatte zum Einsatz bei 200 Grad und 20 Minuten. Der Energieverbrauch liegt bei 0,356 kWh. Der Brokkoli gelingt gut, die Kartoffeln sind oben schön gebräunt, bleiben auf der Unterseite jedoch blass. Der Pizza-Test fällt weniger überzeugend aus: Bei 160 Grad ist das Stück nach fünf Minuten bereits deutlich zu dunkel.
Fazit und Zielgruppe
Wer ein stylisches Küchengerät mit praktischen Funktionen sucht, ist mit dem Air-Fryer von Fritaire gut beraten. Leistung und Frittier-Ergebnisse sind im Vergleich zu anderen Geräten nicht überragend, doch auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Von den getesteten Heißluftfritteusen aus Glas überzeugt das Modell am meisten in Sachen Optik. Die integrierte Beleuchtung und die praktische Selbstreinigungsfunktion machen das Gerät zu einem echten It-Piece. Preislich liegt es mit knapp 230 Euro über günstigeren Alternativen, ist aber dennoch relativ erschwinglich.



