Iran-Krieg: Zehnte Angriffsnacht – USA beenden Angriffswelle, Huthis drohen mit Blockade
Iran-Krieg: Zehnte Nacht – USA beenden Angriffe, Huthis drohen

USA beenden zehnte Angriffswelle gegen Iran

Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge nach fünf Stunden seine neuesten Angriffe gegen den Iran beendet. Ziel seien militärische Einrichtungen gewesen, darunter Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen und Startanlagen für Drohnen und Raketen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. So sollen die Möglichkeiten Irans, weiter Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, geschwächt werden. Die USA griffen in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele der Islamischen Republik an. Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region ausgeführt.

Explosionen im Iran gemeldet

Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran melden örtliche Medien in der Nacht wieder Explosionen in mehreren Gebieten der Islamischen Republik. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan und der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman gemeldet. Der regierungstreue Sender Press TV berichtete zudem von US-Angriffen im Gebiet der Stadt Schiras im zentralen Süden Irans. Die Nachrichtenagentur Fars meldete mehrere Explosionen im Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar Abbas.

Erneut Tanker in der Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste des Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Limah. Erst am Vortag war vor der Küste des Omans ein Schiff angegriffen worden und in Brand geraten. Der Iran verlangt, dass Schiffe eine Route entlang der eigenen Küste nehmen. Die Führung in Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur die vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher. Der Streit um die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist der wesentliche Grund, warum der Krieg zwischen den USA und dem Iran derzeit wieder eskaliert.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Israel startet Pilotprojekt für Sicherheitszonen im Südlibanon

Das israelische Militär startet nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit US- und libanesischen Streitkräften ein Pilotprojekt für Sicherheitszonen im Südlibanon. Dies sei ein Schritt zur Wiederherstellung der staatlichen Autorität des Libanon in dem Gebiet, erklärt ein US-Regierungsvertreter. Die Einrichtung der Zonen ist Teil eines von den USA vermittelten Abkommens, das die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah, den Abzug der israelischen Truppen und die Stationierung libanesischer Soldaten vorsieht.

Von Riad geführte Koalition will Handelsschiffe schützen

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition kündigt eine entschlossene Reaktion auf die Drohungen der jemenitischen Huthi-Rebellen gegen Handelsschiffe an. Dies sei eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und stelle einen Akt der Piraterie dar, teilt das Bündnis mit. Es seien bereits Schutzmaßnahmen für Schiffe eingeleitet worden, die die Meerenge Bab al-Mandab passieren.

USA starten neue Angriffe gegen Iran

Das US-Militär hat eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet. Die um 16.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr deutscher Zeit) begonnen Angriffe zielten darauf ab, die militärischen Mittel des Irans, um Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackieren zu können, zu schwächen, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Zu den genauen Zielen der neuen Angriffe wurden keine Angaben gemacht. Damit greifen die USA in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele der Islamischen Republik an. Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region ausgeführt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Trump will getötete Soldaten in Delaware ehren

US-Präsident Donald Trump will an der feierlichen Überführung kürzlich getöteter US-Militärangehöriger auf einen Luftwaffenstützpunkt im Bundesstaat Delaware teilnehmen. Seine Pressesprecherin Karoline Leavitt teilte mit, Trump werde am Dienstagabend (Ortszeit) die Dover Air Force Base besuchen, um die Toten in Empfang zu nehmen. „Der Präsident und das gesamte Weiße Haus beten für ihre Familien.“ Ein 25-Jähriger aus dem Bundesstaat Hawaii und eine 19-Jährige aus Texas waren am Freitag bei iranischen Angriffen auf Jordanien getötet worden. Ein weiteres Mitglied der US-Streitkräfte galt zunächst weiter als vermisst. Ein drittes Mitglied des US-Militärs kam am Samstag im Norden des Iraks ums Leben - nach offiziellen Angaben bei der kontrollierten Sprengung eines Blindgängers.

Jordanien fängt drei iranische Raketen ab

Das jordanische Militär hat nach eigenen Angaben drei iranische Raketen abgeschossen. Die Geschosse seien am Montagabend abgefangen worden, teilte das Militär mit. Bei dem Vorfall habe es weder Verletzte noch Sachschäden gegeben. Aus dem Iran lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Trump droht dem Iran nach Tod von US-Soldaten mit Vergeltung

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran nach dem Tod weiterer US-Militärangehöriger mit massiver Vergeltung. „Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er vielfach dafür bezahlen“, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Daniel Caine entsprechend angewiesen. Zuletzt kamen bei einem iranischen Angriff in Jordanien zwei Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben. Damit steigt die Zahl der Gefallenen auf amerikanischer Seite in dem seit Februar andauernden Krieg auf 17. Zudem wurden bislang rund 430 US-Soldaten verletzt.

Trump schließt Netanjahu-Festnahme in USA aus

US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche Festnahme des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in den USA ausgeschlossen, sollte dieser im September zur UN-Generaldebatte nach New York reisen. „Benjamin Netanjahu wird während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten von Amerika in keiner Weise und unter keinen Umständen festgenommen werden“, schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social - und reagierte damit auf Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani. Mamdani hatte kürzlich in einem Interview mit der „New York Times“ gesagt, er stehe in „aktivem Austausch“ mit der Rechtsabteilung der Stadt New York darüber, ob er die Befugnis habe, den israelischen Regierungschef festnehmen zu lassen. Er sei ein „Kriegsverbrecher“. „Ich bin der Meinung, dass Netanjahu nach Den Haag gehört“, so Mamdani im Interview. Die israelische Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie gehe fest von einer Teilnahme Netanjahus an der UN-Generaldebatte im September aus. Mamdanis Aussagen hätten keinerlei legale Basis.

Britisches Militär: Weiteres Schiff in Hormus-Straße attackiert

Das britische Militär hat einen weiteren Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus gemeldet. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) erklärte am Montagabend, das Schiff sei vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Davor hatte die UKMTO mitgeteilt, vor der Küste Omans sei ein Frachtschiff nach Beschuss in Brand geraten. Die Besatzung habe das Schiff verlassen. Das US-Militär hat Reedereien ermutigt, die für den globalen Ölhandel wichtige Meerenge auf einer Route vor der Küste Omans zu durchfahren. Teheran fordert dagegen, dass Schiffe eine Route vor der iranischen Küste nutzen.

Huthi-Rebellen drohen mit Seeblockade gegen Saudi-Arabien

Der militärische Sprecher der jemenitischen Huthi-Bewegung, Yahya Saree, hat die anhaltende Blockade des Flughafens Sanaa durch den Golfstaat Saudi-Arabien in einer Videobotschaft als „inakzeptabel“ bezeichnet und dem Land mit Vergeltungsmaßnahmen – inklusive einer Blockade im Roten Meer – gedroht. „Wir werden auf die Blockade mit einer Blockade antworten und auf jede Eskalation mit Eskalation reagieren“, sagte Saree. Die Huthis machen Saudi-Arabien für Luftangriffe auf den Flughafen Sanaa in der vergangenen Woche verantwortlich. Als Reaktion darauf griffen sie eigenen Angaben zufolge den saudi-arabischen Flughafen Abha International an. Saree erklärte, die „jemenitischen Streitkräfte“ seien auf alle Optionen vorbereitet. Zugleich rief er die Bevölkerung zur allgemeinen Mobilmachung auf und forderte „vollständige Bereitschaft für alle Szenarien“.

Iranischer Insider: Vermittler schlagen zehntägige Waffenruhe vor

Vermittler haben einem iranischen Insider zufolge eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran von zehn Tagen vorgeschlagen. So sollten Wege gefunden werden, das im Juni erzielte Rahmenabkommen zwischen beiden Seiten wiederzubeleben. Mitte Juni unterzeichneten die USA und der Iran das vorläufige Abkommen, das unter anderem eine 60-tägige Waffenruhe vorsah. Anfang Juli griffen die USA jedoch erneut Ziele im Iran an mit der Begründung, der Iran habe drei Tanker in der Straße von Hormus beschossen. Seither liefern sich beide Seiten immer wieder gegenseitige Angriffe.

Hamas wählt Al-Hajja zum neuen Anführer

Die Hamas hat Chalil al-Hajja zu ihrem neuen obersten Anführer gewählt. Das teilt die radikal-islamische Palästinenserorganisation mit, die im Gazastreifen seit der bislang letzten Wahl 2006 herrscht und deren Führung sich zum Teil auch im Exil aufhält. Al-Hajja folgt Jahja Sinwar nach, der 2024 von israelischen Truppen getötet wurde. Seit dem Tod von Sinwar und Ismail Hanijeh, der bei einem israelischen Angriff im Juli 2024 im Iran ums Leben kam, wurde al-Hajja zu einer immer wichtigeren Figur in der Hamas. Er gehört zu den Führungspersönlichkeiten, die Israel 2025 bei einem Anschlag in Doha ins Visier genommen hatte.

Benzinpreis in den USA steigt auf über einen Dollar pro Liter

Wegen der wieder aufgeflammten Kämpfe im Nahen Osten steigen die Benzinpreise in den USA erneut über die Marke von vier Dollar je Gallone, die für viele US-Haushalte eine finanzielle Belastung darstellt. Wie aus Daten des Automobilclubs AAA weiter hervorgeht, liegt der landesweite Durchschnittspreis an der Zapfsäule demnach bei 4,0030 Dollar - dies entspricht rund 1,06 Dollar (etwa 0,93 Euro) pro Liter. Die Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran stören den Energiefluss durch die für die weltweite Ölversorgung wichtige Straße von Hormus. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar sind die Preise an den US-Tankstellen um mehr als 30 Prozent gestiegen.

Iran: Vermittler machen Vorschläge für Verhandlungen mit USA

Der Iran hat angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Außenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte eine entsprechende Frage in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte der Sprecher. „Ich betone erneut, dass der diplomatische Apparat seine Aufgaben gemeinsam und im Einklang mit den Verteidigern des Vaterlandes in den Streitkräften weiterverfolgt. Die über Vermittler vorgebrachten Vorschläge wurden uns mitgeteilt und sind bei uns eingegangen“, sagte Baghai.

Iran meldet tödlichen US-Angriff im Nordwesten des Landes

Bei neuen US-Luftangriffen im Iran ist nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mindestens ein Mensch in der Gegend der Stadt Tabris ums Leben gekommen. In Tabris im Nordwesten des Landes werden unterirdische Raketenstützpunkte der einflussreichen paramilitärischen Revolutionsgarde vermutet.

Siedler dringen in palästinensisches Dorf – Tote bei Zusammenstößen

Bei Zusammenstößen mit israelischen Einsatzkräften im Westjordanland sind palästinensischen Angaben zufolge in der Nacht zwei Palästinenser getötet worden. Zuvor waren nach Darstellung beider Seiten israelische Siedler in ein palästinensisches Dorf gedrungen. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, Siedler hätten den Ort in der Nähe von Ramallah angegriffen und dabei drei Palästinenser schwer verletzt.

Rubio: USA weiter zu Gesprächen mit Iran bereit

Trotz neuer US-Luftangriffe gegen den Iran hält US-Außenminister Marco Rubio an der Möglichkeit von Verhandlungen mit Teheran fest. Die USA seien weiterhin zu Gesprächen bereit, diese müssten jedoch „ernsthaft“ sein, sagte Rubio am Montag vor Journalisten. „Wir werden weiter reagieren. Wenn sich die Tür zur Diplomatie öffnet – wenn diejenigen, die etwas Konstruktives für den Iran erreichen wollen, sich durchsetzen oder die Verhandlungen übernehmen –, wäre das eine sehr positive Entwicklung“, sagte Rubio. „Leider sind wir heute Abend noch nicht so weit.“

US-Militär beendet neunte Angriffswelle gegen Ziele im Iran

Das US-Militär hat seine erneute nächtliche Angriffswelle auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben beendet. Man habe militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf X mit. Das Ziel sei es gewesen, Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren, hieß es weiter. Die US-Angriffe erfolgten demnach in der nunmehr neunten Nacht in Folge. Im Streit um die für den weltweiten Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge ist der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder eskaliert.

Bahrain, Jordanien und Kuwait aktivieren erneut Luftabwehr

Mehrere mit den USA verbündete Staaten haben im Zuge der neuen Angriffswelle gegen den Iran erneut ihre Luftabwehr gegen herannahende iranische Drohnen und Raketen aktiviert. Bahrain, Jordanien und Kuwait reagierten damit auf mögliche Gegenangriffe aus dem Iran. Die US-Botschaft in Bahrain warnte am frühen Montagmorgen, der Iran könne versuchen, „nicht näher bezeichnete Orte im Zentrum von Manama“ anzugreifen. Weitere Angaben machte die Botschaft zunächst nicht. Israel warnte zudem erstmals seit Wochen, dass Raketen, die in Richtung des benachbarten Jordanien abgefeuert würden, auf israelisches Gebiet übergreifen könnten.

Trump: Haben Iran wieder hart getroffen

US-Präsident Donald Trump hat die jüngsten Angriffe des amerikanischen Militärs auf Ziele im Iran mit dem Tod mehrerer US-Soldaten in der Region begründet. „Diese großartigen Menschen, diese großartigen Patrioten, waren da draußen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann“, sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. Die Angriffe auf den Iran seien „zu Ehren“ der Soldaten erfolgt. „Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen“, sagte Trump weiter. Der Iran habe im Krieg sehr schwere Verluste erlitten, erklärte der US-Präsident. „Militärisch haben sie fast alles verloren“, behauptete er. „Sie haben nur noch sehr wenig übrig. Sie haben noch ein paar Raketen. Sie haben noch ein paar Drohnen.“ Zudem kontrollierten die USA die Straße von Hormus, behauptete Trump weiter. „Wir kontrollieren die Meerenge; sie kontrollieren gar nichts. Mal sehen, was passiert“, so der Präsident. Der Iran stellt den Sachverhalt indes anders dar. Teheran pocht darauf, dass das Mitte Juni vereinbarte Rahmenabkommen besage, dass die alleinige Verantwortung für die Verwaltung der wichtigen Meerenge dem Iran obliege.

Iran: Zwei Öltanker in der Straße von Hormus angeblich gesprengt

Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden sind zwei Öltanker auf der Südroute durch die Straße von Hormus gesprengt worden und nun manövrierunfähig. Das US-Militär habe die Besatzungen aufgefordert, diese unsichere Passage zu nutzen, teilen die Garden mit. Solange die US-Aggression in der Region andauere, sei die Meerenge weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für „einen einzigen Tropfen Öl und Gas“ sicher. Das US-Militär müsse sich auf eine „Strafaktion“ einstellen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Vorfall zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Namen, Flaggen, Besatzungen oder möglichen Opfern machen die Garden keine Angaben.

Nahost-Konflikt bremst erneut Schiffsverkehr in der Straße von Hormus

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist angesichts des zunehmenden militärischen Schlagabtauschs zwischen den USA und dem Iran am Wochenende zurückgegangen. Daten des Finanzdatenanbieters LSEG zufolge passierten am Sonntag vier Schiffe die Meerenge; am Samstag waren es acht gewesen. Seit Donnerstag wurden keine Tanker für verflüssigtes Erdgas (LNG) mehr bei der Durchfahrt durch die Meerenge registriert. Einige Schiffe schalten jedoch zeitweise ihre Transponder ab, um ihre Route zu verschleiern. Die LNG-Produktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hält sich S&P Global zufolge trotz der Behinderungen relativ stabil. Dadurch steigt die Menge an LNG, die auf wartenden Schiffen im Golf lagert. An Bord von sieben beladenen katarischen LNG-Tankern befanden sich Mitte Juli schätzungsweise 570.000 Tonnen. Insgesamt befinden sich derzeit LNG-Tanker mit einer Gesamtkapazität von fast 1,9 Millionen Tonnen in der Region. Diese Schiffe könnten für einen raschen Anstieg der Exporte sorgen, sollte sich die faktische Blockade der Straße von Hormus in den kommenden Wochen lockern, teilten die Analysten von S&P Global mit.

Berichte über neue Explosionen im Iran

Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran melden örtliche Medien in der Nacht Explosionen in mehreren Gebieten des Landes. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet.