Hohe Spritkosten: Jeder Zehnte streicht Sommerurlaub
Hohe Spritkosten: Jeder Zehnte streicht Urlaub

Wegen der hohen Spritpreise will jeder zehnte deutsche Autofahrer seinen Sommerurlaub komplett streichen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von AutoScout24 unter deutschen Autofahrern. Mit dem Wegfall des Tankrabatts am 1. Juli stiegen die Kraftstoffpreise pünktlich zur Hauptreisezeit deutlich an: Der Liter Super E10 kostete am 1. Juli um 14 Uhr im Bundesdurchschnitt 2,059 Euro, Diesel lag bei 2,004 Euro pro Liter – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur Vorwoche.

Jeder Zehnte verzichtet auf Urlaub

Laut der Umfrage wollen rund 57,8 Prozent der Deutschen weiterhin mit dem eigenen Fahrzeug verreisen, doch ein Großteil passt sein Urlaubsverhalten an die hohen Spritkosten an. 11,2 Prozent der Befragten gaben an, ganz auf den Sommerurlaub zu verzichten. Besonders betroffen sind Haushalte mit geringem Einkommen: 18,6 Prozent der Befragten mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.500 Euro streichen den Urlaub, während es bei Haushalten mit mehr als 3.800 Euro nur 6,4 Prozent sind.

Sparmaßnahmen im Urlaub

Jeder dritte Autoreisende plant, besonders spritsparend zu fahren. 15,8 Prozent wollen weniger Ausflüge am Urlaubsort unternehmen, um Geld zu sparen. 13,9 Prozent wählen bewusst ein näher gelegenes Reiseziel, und 12,3 Prozent sparen an anderer Stelle, etwa bei Unterkunft, Verpflegung oder Freizeitaktivitäten. Stefan Schneck, Vertriebschef Deutschland bei AutoScout24, kommentierte: „Das Auto ist für viele Deutsche gerade im Urlaub ein Stück Freiheit. Viele Menschen sind deshalb bereit, ihre Reise anzupassen, bevor sie auf die Flexibilität des eigenen Fahrzeugs verzichten.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Berliner steigen auf Flugzeug um

Die Wahl des Verkehrsmittels variiert stark zwischen den Bundesländern. In Berlin steigen 14,3 Prozent der Befragten von der ursprünglich geplanten Autofahrt auf das Flugzeug um – fast dreimal so viel wie der Bundesdurchschnitt von 4,9 Prozent. Auch Bahn und Fernbus profitieren: In Rheinland-Pfalz wechseln 14,0 Prozent der Befragten von Auto auf öffentliche Verkehrsmittel, bundesweit sind es 6,2 Prozent.

Sachsen sucht günstigere Ziele

In Sachsen zeigt sich ein anderes Sparmuster: Autofahrer verzichten nicht überdurchschnittlich häufig auf das Auto, suchen aber deutlich öfter nach günstigeren Reisezielen. 21,2 Prozent derjenigen, die weiterhin mit dem Wagen verreisen, nennen ein günstigeres Urlaubsziel als Reaktion auf die gestiegenen Kraftstoffkosten – bundesweit sind es 10,7 Prozent.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration