Großeinsatz in Koblenz nach Gasaustritt und Stromausfall beendet
Der Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in der Koblenzer Innenstadt aufgrund eines Gasaustritts ist erfolgreich abgeschlossen worden. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, ergaben Messungen der Feuerwehr, dass kein Gas mehr austritt. Der Gefahrenbereich in einem Umkreis von rund 100 Metern um eine Baustelle in der Hohenfelder Straße wurde aufgehoben. Alle umliegenden Gebäude können wieder gefahrlos betreten und verlassen werden, und auch der Verkehr ist wieder freigegeben.
Hergang des Vorfalls
Am Morgen gegen 9:30 Uhr wurde die Polizei über eine beschädigte Gasleitung informiert. Die Bauarbeiten wurden sofort gestoppt, und die Arbeiter verließen die Baustelle. Anwohner im betroffenen Bereich wurden aufgefordert, ihre Häuser vorerst nicht zu verlassen, und der Verkehr wurde umgeleitet. Die Energieversorgung Mittelrhein teilte mit, dass bei Baggerarbeiten eine Gasleitung der Energienetze Mittelrhein beschädigt wurde, was zu Explosionsgefahr führte.
Stromausfall und weitere Schäden
Bei dem Versuch, die Schadensstelle freizulegen, kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Ein Sprecher erklärte: „Während der Arbeiten ist dem Fahrer versehentlich die Baggerschaufel abgerutscht, sodass in der Folge auch noch die 20-Kilovolt-Stromleitung beschädigt wurde.“ Die Stromversorgung fiel kurzzeitig aus, konnte aber bald wiederhergestellt werden. Die Reparatur des Gasrohrs ist abgeschlossen, und die beschädigte Stromleitung soll voraussichtlich am Mittwoch repariert werden.
Maßnahmen der Einsatzkräfte
Die Feuerwehr hatte im Rathaus am Willi-Hörter-Platz einen Leuchtpunkt eingerichtet, der als Anlaufstelle für die Bevölkerung diente. Dieser ist nach Ende des Einsatzes wieder geschlossen. Für Bürger außerhalb der Absperrungen bestand laut Polizei zu keiner Zeit Gefahr. Der Geschäftsbetrieb in der Innenstadt, etwa in der Löhrstraße, war von den Maßnahmen nicht betroffen. Weitere Informationen zum Ausmaß des Gasaustritts wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
Die Polizei bedankte sich bei den Anwohnern für ihre Geduld und Kooperation. Der Vorfall zeigt, wie schnell ein Routineeinsatz zu einem Ausnahmezustand werden kann. Die Behörden arbeiten nun an der genauen Ursachenermittlung und der weiteren Schadensbehebung.



