Kreditbelastung im Alltag: Was ist noch gesund?
Ob neuer Fernseher auf Kredit, das Smartphone in Raten oder das Girokonto ständig im Dispo – Schulden sind heute fast schon normal. Doch die Frage bleibt: Wie viel Rate kann man sich eigentlich leisten? Jan Welsch von der S-Kreditpartner gibt bei Money Mittwoch von BILD konkrete Orientierungshilfen.
Expertenregel: So berechnen Sie Ihre maximale Monatsrate
Welsch empfiehlt eine einfache Faustregel: Die monatliche Kreditrate sollte nicht mehr als 10 bis 15 Prozent des Nettoeinkommens betragen. Bei einem Haushaltsnetto von 2.500 Euro wären das maximal 250 bis 375 Euro. Wer unsicher ist, kann mit einem Haushaltsbuch alle Ausgaben erfassen und so den finanziellen Spielraum ermitteln. „Viele überschätzen ihre finanzielle Leistungsfähigkeit“, sagt Welsch. „Eine realistische Kalkulation verhindert spätere Zahlungsengpässe.“
Dispo als teure Falle: Warum Sie ihn meiden sollten
Besonders der Dispositionskredit ist laut Welsch eine teure Lösung: Mit Zinssätzen von oft über 10 Prozent pro Jahr wird er schnell zur Kostenfalle. „Der Dispo ist nur für kurzfristige Engpässe gedacht, nicht als Dauerlösung“, warnt der Experte. Wer regelmäßig im Minus ist, sollte besser einen günstigeren Ratenkredit abschließen oder die Ausgaben reduzieren.
Kleinkredite und Ratenkäufe: Auch kleine Schulden können gefährlich werden
Im Video „Jetzt kaufen, später zahlen: Wann auch kleine Schulden gefährlich werden“ wird deutlich: Selbst kleine Raten summieren sich schnell. Wer mehrere Verträge gleichzeitig bedient, verliert leicht den Überblick. Welsch rät, vor jeder neuen Kreditaufnahme die monatliche Gesamtbelastung zu prüfen. Ein kostenloser Kreditrechner im Internet hilft, die tatsächliche Belastung zu simulieren.
Praktische Tipps: So kommen Sie aus dem Dispo raus
Das Video „Minus auf dem Konto?: Raus aus dem Dispo! So geht’s“ zeigt konkrete Schritte: Umschuldung auf einen günstigeren Ratenkredit, Ausgaben senken oder einen Nebenjob annehmen. Welsch empfiehlt, zuerst die teuersten Schulden zu tilgen. „Jeder Euro, der nicht für Zinsen ausgegeben wird, steht für den Vermögensaufbau zur Verfügung“, betont der Experte.
Crash-Gefahr? Warnsignale für Anleger
Neben Kreditthemen warnt der Finanzprofi Frank Thelen in weiteren Videos vor gefährlichen Marktmustern, die an das Jahr 2000 erinnern. Er sieht Risiken bei SpaceX-Hype, KI-Blase und Europas KI-Absturz. Anleger sollten laut Thelen vorsichtig sein und nicht blind auf Trends setzen. Steuertipps und Anlagestrategien runden das Angebot ab – etwa wie man die erste Million an der Börse schafft oder welche Belege das Finanzamt akzeptiert.
Fazit: Realistische Planung schützt vor Überschuldung
Welschs Kernbotschaft: Kredit ist kein Tabu, aber er muss zur finanziellen Situation passen. Mit der 10-15-Prozent-Regel und einem genauen Haushaltsbuch vermeiden Verbraucher gefährliche Schuldenfallen. Wer unsicher ist, sollte professionelle Beratung suchen – zum Beispiel bei der S-Kreditpartner oder einer Schuldnerberatung.



