Postbank: 3,2 Prozent Tagesgeldzins für Neukunden endet bald
Postbank: 3,2% Tagesgeldzins endet bald

Die Postbank lockt Neukunden derzeit mit einem attraktiven Tagesgeldzins von 3,2 Prozent pro Jahr. Die befristete Aktion gilt für sechs Monate und endet bereits Anfang August 2026. Danach fällt der Zins auf den variablen Standardzins von derzeit 0,75 Prozent pro Jahr zurück. Für wen sich das Angebot jetzt noch lohnt und welche Bedingungen erfüllt werden müssen, zeigt dieser Überblick.

Konditionen der Postbank-Aktion im Detail

Im Rahmen der Neugeld-Aktion erhalten Kunden auf ihr Tagesgeldkonto einen Aktionszins von 3,2 Prozent pro Jahr. Dieser Zinssatz gilt für einen Zeitraum von sechs Monaten – vom 15. August 2026 bis zum 14. Februar 2027 – und für Guthaben bis maximal 250.000 Euro. Voraussetzung ist eine Neugeldeinzahlung von mindestens 2.500 Euro zwischen dem 29. Juni und dem 10. August 2026. Das Geld muss auf ein neu eröffnetes Tagesgeldkonto oder auf das zuletzt eröffnete, bislang nicht an einer Aktion teilnehmende Tagesgeldkonto eingezahlt werden.

Als Neugeld gelten ausschließlich Beträge, die vor Beginn des Aktionszeitraums weder bei der Postbank noch bei der Deutschen Bank auf Konten oder in Depots angelegt waren. Für die Berechnung werden sämtliche Ein- und Auszahlungen auf Giro-, Spar-, Tagesgeld- und weiteren Konten berücksichtigt. Maßgeblich ist die Differenz zwischen dem Gesamtguthaben zu Beginn und am Ende des Einzahlungszeitraums.

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Lohnt sich das Postbank-Tagesgeld?

Mit 3,2 Prozent pro Jahr bietet die Postbank zwar nicht die höchsten Zinsen am Markt, punktet aber mit einer vergleichsweise langen Zinslaufzeit von sechs Monaten. Viele andere Banken gewähren lediglich drei oder vier Monate. Zudem liegt der Zinssatz über der aktuellen Inflationsrate, die das Statistische Bundesamt für Mai 2026 mit 2,6 Prozent beziffert. Das Tagesgeld-Angebot der Postbank überzeugt daher durchaus.

Allerdings gibt es auch bessere Konditionen: Die Consorsbank bietet Neukunden beispielsweise 3,4 Prozent pro Jahr über fünf Monate – bei Einlagen bis zu einer Million Euro. Praktisch: Ein Girokonto muss auch dort nicht eröffnet werden. Allerdings gehört die Consorsbank zur französischen BNP Paribas, deren Einlagen bis 100.000 Euro über den französischen Staat (Bonität: A+) geschützt sind. Im Falle einer Bankenpleite gilt Frankreich zwar als zahlungsfähig, allerdings mit einer geringeren Garantie als Deutschland (Bonität: AAA). Zusätzlich ist die Consorsbank, ebenso wie die Postbank, Mitglied des freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, der bei Privatkonten bis zu drei Millionen Euro absichern soll.

Tipp: Altes Tagesgeldkonto kündigen

Wer nach Ablauf der Zinsgarantie zu einer neuen Bank wechselt, sollte das nicht mehr genutzte Tagesgeldkonto schließen. Dies wird zwar nicht bei der Schufa gemeldet wie ein Girokonto und hat daher keinen Einfluss auf den Score. Bei den meisten Banken gelten ehemalige Kunden jedoch nach sechs bis 24 Monaten wieder als Neukunden – und können dann erneut von Sonderkonditionen profitieren.

Die Postbank-Aktion ist somit eine lohnende Möglichkeit für Anleger, die kurzfristig freie Liquidität zu einem attraktiven Zins anlegen möchten. Interessenten sollten jedoch die Fristen und Bedingungen genau beachten, um den Aktionszins zu sichern.

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