Smartphone-Pflicht für Strandduschen in Matalascañas sorgt für Empörung
Smartphone-Pflicht für Strandduschen in Matalascañas

Am Strand von Matalascañas an der spanischen Costa de la Luz sorgt eine neu installierte „Smart-Dusche“ für heftige Diskussionen. Das Gerät, das nach einer Testphase rund einen Euro für weniger als eine Minute Duschen verlangen soll, kann nur per QR-Code mit dem Smartphone oder mit passendem Kleingeld bezahlt werden. Wechselgeld gibt es nicht. Viele Badegäste sind empört, dass sie ihr Smartphone mit zum Duschen nehmen müssen, und befürchten ein erhöhtes Risiko für Handydiebstähle oder Wasserschäden.

Testlauf am Vier-Sterne-Hotel

Die „Smart-Dusche“ wurde von zwei Ingenieuren aus der Region entwickelt und als Maßnahme zum Wassersparen vorgestellt. Installiert hat sie das Vier-Sterne-Hotel On Hotel Oceanfront. Es handelt sich um die einzige Dusche am rund 4,2 Kilometer langen Strand von Matalascañas, der an den Nationalpark Doñana grenzt. Wie lange der Test läuft, hat die zuständige Gemeinde Almonte bisher nicht bekannt gegeben. Der britische Telegraph berichtete zuerst über das Projekt.

Reaktionen der Strandbesucher

Vor Ort und im Internet äußern Urlauber ihren Unmut. Eine Person schrieb genervt: „Nach und nach gewöhnen wir uns daran, für alles zu bezahlen.“ Andere vermuten, der Test solle zeigen, ob sich kostenpflichtige Strandduschen wirtschaftlich lohnen und dann auf andere Strände ausgeweitet werden könnten. Wieder andere befürchten, dass irgendwann sogar der Zugang zum Strand kostenpflichtig sein könnte.

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Hintergrund Wasserknappheit

Hintergrund des Tests ist das anhaltende Problem mit der Wasserknappheit in Spanien. In den vergangenen Jahren wurden an mehreren Stränden Duschen zeitweise abgeschaltet. An Teilen der Costa del Sol blieben zuletzt nur noch Fußwaschbecken geöffnet. Nach den regenreichen Wintermonaten kündigte etwa die Stadt Rincón de la Victoria an, ihre Strandduschen in diesem Sommer wieder wie gewohnt zu öffnen.

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