Speedweek: Kurioseste Ausreden von Verkehrssündern
Speedweek: Kurioseste Ausreden von Verkehrssündern

Bei der bayernweiten Speedweek haben Polizistinnen und Polizisten wieder zahlreiche Geschwindigkeitsübertretungen registriert. Dabei sorgten die Ausreden der ertappten Fahrerinnen und Fahrer für Schmunzeln. Die Beamten dokumentierten die kuriosesten Erklärungsversuche – von angeblichen Notfällen bis hin zu technischen Pannen.

Die häufigsten Ausreden im Überblick

Die Palette der Ausreden reichte von „Ich musste dringend auf die Toilette“ über „Mein Navi hat mich falsch geleitet“ bis hin zu „Ich habe das Schild nicht gesehen“. Besonders kreativ waren jene Verkehrssünder, die behaupteten, sie hätten das Tempo gar nicht bemerkt, weil ihr Auto so leise sei. Andere gaben an, sie seien auf dem Weg zu einem wichtigen Termin oder müssten einen kranken Angehörigen besuchen.

Einige Fahrer versuchten sogar, die Schuld auf ihr Fahrzeug zu schieben: Der Tempomat sei defekt gewesen oder das Gaspedal habe geklemmt. Andere behaupteten, sie hätten die Geschwindigkeitsbegrenzung für eine Empfehlung gehalten. Die Polizei ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und erteilte entsprechende Verwarnungen oder leitete Bußgeldverfahren ein.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Statistik der Kontrollen

Während der Speedweek, die vom 15. bis 21. April stattfand, führte die Polizei in ganz Bayern zahlreiche Geschwindigkeitskontrollen durch. Insgesamt wurden dabei mehrere tausend Fahrzeuge gemessen. Die genaue Zahl der Verstöße steht noch nicht fest, aber die Beamten berichteten von einer Vielzahl an Übertretungen. Besonders häufig waren Verstöße auf Landstraßen und in Baustellenbereichen.

Die Polizei betonte, dass Geschwindigkeitsübertretungen eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle seien. Daher werde man auch künftig konsequent kontrollieren. Die Aktion solle nicht nur abschrecken, sondern auch das Bewusstsein für die Gefahren von zu schnellem Fahren schärfen.

Kuriose Einzelfälle

In einem Fall gab ein Fahrer an, er habe das Gas verwechselt, weil er sich mit seiner Beifahrerin unterhalten habe. Ein anderer behauptete, er sei von einem Insekt gestochen worden und habe deshalb kurz das Bewusstsein verloren. Wieder ein anderer wollte glauben machen, er habe die Geschwindigkeitsbegrenzung für eine Mindestgeschwindigkeit gehalten.

Die Polizei riet den Verkehrsteilnehmern, sich vor Fahrtantritt mit den geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen vertraut zu machen und sich nicht von Ausreden ablenken zu lassen. Wer zu schnell fahre, gefährde nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Die Beamten appellierten an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer.

Rechtliche Konsequenzen

Je nach Schwere des Verstoßes drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg oder sogar Fahrverbote. Bei besonders schweren Verstößen kann auch eine Anzeige erfolgen. Die Polizei wies darauf hin, dass Ausreden vor Gericht selten verfangen. Vielmehr sollten sich Fahrer an die Verkehrsregeln halten, um Unfälle zu vermeiden.

Die Speedweek ist eine regelmäßige Aktion der Polizei, um die Geschwindigkeitsdisziplin zu erhöhen. Ähnliche Kontrollen gibt es auch in anderen Bundesländern. Die Beamten kündigten an, auch in Zukunft solche Schwerpunktkontrollen durchzuführen, um die Sicherheit auf den Straßen zu verbessern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration