Die Spritpreise im Landkreis Lindau sind weiterhin auf einem hohen Niveau, auch wenn sich die Lage zuletzt leicht entspannt hat. Autofahrer müssen an den Tankstellen im Kreisgebiet aktuell im Schnitt rund 1,80 Euro für einen Liter Super E10 bezahlen, wie eine aktuelle Auswertung der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zeigt. Diesel ist mit etwa 1,70 Euro pro Liter etwas günstiger, aber ebenfalls teurer als im Bundesdurchschnitt.
Preisunterschiede an den Tankstellen im Kreis Lindau
Die Preise an den einzelnen Tankstellen im Landkreis Lindau schwanken zum Teil erheblich. Während einige Stationen in Lindau und Lindenberg ihre Preise nahezu identisch halten, gibt es vor allem in den kleineren Orten wie Weiler-Simmerberg oder Scheidegg deutliche Abweichungen. Wer flexibel ist und die Preise vergleicht, kann pro Tankfüllung mehrere Euro sparen. Laut ADAC beträgt der Unterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Tankstelle im Umkreis von zehn Kilometern oft mehr als zehn Cent pro Liter.
Warum die Spritpreise so hoch sind
Die aktuell hohen Spritpreise sind vor allem auf die gestiegenen Rohölpreise und die erhöhte CO2-Bepreisung zurückzuführen. Seit Jahresbeginn liegt der CO2-Preis bei 30 Euro pro Tonne, was den Liter Benzin um rund acht Cent verteuert. Hinzu kommen die Mehrwertsteuer und die Energiesteuer, die einen erheblichen Anteil am Endpreis ausmachen. Nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes machen Steuern und Abgaben bei Benzin etwa 40 Prozent des Preises aus.
So sparen Autofahrer beim Tanken
Autofahrer im Kreis Lindau können mit einigen Tricks bares Geld sparen. Laut ADAC ist es ratsam, in den Abendstunden zu tanken, da die Preise dann oft günstiger sind als morgens. Auch ein Blick auf die Preise der freien Tankstellen lohnt sich, da diese häufig unter denen der Markentankstellen liegen. Zudem empfiehlt es sich, die Preise über Apps oder das Internet zu vergleichen, bevor man zur Tankstelle fährt.
Ausblick: Bleiben die Preise hoch?
Ob die Spritpreise im Kreis Lindau auf dem aktuellen Niveau bleiben, hängt maßgeblich von der Entwicklung des Rohölpreises ab. Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat zuletzt ihre Fördermenge reduziert, was das Angebot verknappt und den Preis stützt. Zudem könnte die konjunkturelle Entwicklung in China und den USA die Nachfrage beeinflussen. Experten gehen davon aus, dass die Preise vorerst hoch bleiben, aber nicht weiter stark steigen werden.



