Im Juli 2026 bietet der Tagesgeldmarkt weiterhin attraktive Zinssätze: Gleich vier Banken locken mit Neukunden-Zinsen von 4,0 Prozent oder mehr. Das Spitzenangebot stammt von der estnischen Direktbank Bigbank mit 4,05 Prozent p. a. für vier Monate. Damit liegen die Top-Zinsen deutlich über dem EZB-Einlagenzins von 2,25 Prozent und auch über der deutschen Inflationsrate, die im Juni 2,3 Prozent betrug.
Die besten Tagesgeld-Angebote im Juli 2026
Laut einer Erhebung von Barkow Consulting bieten die folgenden Banken die höchsten Zinsen für Neukunden:
- Bigbank: 4,05 % p. a. für vier Monate, Anschlusszins 2,25 %, maximal 250.000 Euro, Einlagensicherung 100.000 Euro (Estland). Zinsauszahlung jährlich. Die Zinsen werden brutto ausgezahlt, Versteuerung über die Anlage KAP.
- Crédit Agricole: 4,0 % p. a. bis 31. Januar 2027 (ca. sieben Monate), maximal 10.000 Euro, Einlagensicherung 100.000 Euro (Frankreich). Erfordert ein kostenloses Girokonto. Zinsen brutto.
- Norisbank: 4,0 % p. a. bis 31. Dezember 2026, maximal 250.000 Euro, Basiszinssatz 0,75 %, Einlagensicherung 100.000 Euro (Deutschland). Erfordert Girokonto und Kontowechsel für drei Zahlungsverbindungen, dafür 120 Euro Prämie. Zinsauszahlung quartalsweise.
- Chase: 4,0 % p. a. für vier Monate, Basiszinssatz 2,0 %, maximal 1.000.000 Euro, Einlagensicherung 100.000 Euro (Deutschland). Zinsauszahlung monatlich.
Die Advanzia Bank bietet mit 3,97 % p. a. für drei Monate knapp unter der 4-Prozent-Marke, erfordert aber einen Mindestbetrag von 5.000 Euro.
Weitere interessante Tagesgeld-Angebote
Neben den Spitzenreitern gibt es auch von bekannten Banken attraktive Konditionen:
- Postbank: 3,2 % p. a. für sechs Monate (15.08.2026 bis 14.02.2027) für Neukunden und Bestandskunden mit neuem Geld, Mindestbetrag 2.500 Euro, maximal 250.000 Euro, Basis 0,75 %.
- ING: 3,2 % p. a. für vier Monate, maximal 250.000 Euro, Basis 0,75 %.
- VW Bank: 3,1 % p. a. für sechs Monate, maximal 250.000 Euro, Basis 1,0 %.
- 1822direkt: 2,8 % p. a. für sechs Monate, maximal 250.000 Euro, Basis 0,6 %.
- Scalable Capital: 2,5 % p. a. (variabel, an EZB-Leitzins gekoppelt), kein Maximalbetrag, Anlage teils in Geldmarktfonds.
- UnitPlus: 2,58 % p. a. über Geldmarktfonds, kein Maximalbetrag, keine Einlagensicherung.
- Trade Republic: 2,25 % p. a. (EZB-Leitzins), kein Maximalbetrag, Anlage teils in Geldmarktfonds.
- Commerzbank: 2,25 % p. a. für neues Geld, maximal 1.000.000 Euro, Basis 0,75 %.
- Comdirect: 1,5 % p. a. für alle Kunden, kein Maximalbetrag.
- DKB: 1,0 % p. a. für alle Kunden, kein Maximalbetrag.
So finden Sie das beste Tagesgeldkonto
Neben dem Zinssatz sollten Sparer auf die Zinsgarantie, den Anschlusszins, die Einlagensicherung und mögliche Nebenbedingungen wie die Eröffnung eines Girokontos achten. Ein Tagesgeldkonto eignet sich besonders als Notreserve – Experten empfehlen drei bis fünf Monatsgehälter. Die Zinserträge unterliegen der Kapitalertragsteuer (25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer), können aber über den Sparer-Pauschbetrag (1.000 Euro/2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) steuerfrei gestellt werden. Bei ausländischen Banken ist zu prüfen, ob die Zinsen brutto oder netto ausgezahlt werden und ob Quellensteuer anfällt.



