Trinkwasser in Allendorf verunreinigt: Abkochen angeordnet
Trinkwasser in Allendorf verunreinigt: Abkochen empfohlen

Im hessischen Allendorf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) ist das Trinkwasser mit coliformen Keimen verunreinigt. Das gab die Gemeinde am Mittwoch bekannt. Die Behörden empfehlen dringend, das Wasser vor dem Verzehr abzukochen. Betroffen sind die Ortsteile Allendorf, Hatzfeld und die umliegenden Ortschaften.

Abkochgebot für alle Haushalte

Die Gemeinde veröffentlichte eine amtliche Bekanntmachung, in der alle Haushalte aufgefordert werden, das Trinkwasser ab sofort abzukochen. Dies gilt nicht nur für das Trinken, sondern auch für die Zubereitung von Speisen, das Zähneputzen und das Waschen von Obst und Gemüse. Für das Händewaschen reicht laut Gesundheitsamt warmes Wasser mit Seife.

Die coliformen Keime wurden bei einer Routineuntersuchung in einem Trinkwasserbrunnen nachgewiesen. Die genaue Ursache ist noch unklar, die Gemeinde arbeitet mit dem Gesundheitsamt zusammen, um die Quelle der Verunreinigung zu finden. Erste Proben deuten auf eine mögliche Verkeimung im Leitungsnetz hin, so ein Sprecher der Gemeinde.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Gesundheitsrisiken und Symptome

Coliforme Keime sind Bakterien, die auf eine Verunreinigung mit Fäkalien hindeuten können. Sie können zu Magen-Darm-Erkrankungen führen, insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Typische Symptome sind Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Die Behörden raten, bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.

Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass Trinkwasser so beschaffen sein muss, dass es keine Krankheitserreger enthält. Das Abkochgebot ist eine Vorsichtsmaßnahme, um eine mögliche Gesundheitsgefährdung zu verhindern. Das Wasser sollte mindestens drei Minuten sprudelnd kochen, bevor es verwendet wird.

Wasserwerke und Betroffene

Die Gemeinde Allendorf versorgt rund 5.500 Einwohner mit Trinkwasser. Die Wasserwerke haben bereits angekündigt, die Anlagen zu spülen und zu desinfizieren. Bis die Ergebnisse weiterer Proben vorliegen, bleibt das Abkochgebot bestehen. Die Bürger werden gebeten, sich auf der Website der Gemeinde und über die örtlichen Medien über den aktuellen Stand zu informieren.

Ein Anwohner berichtete der Lokalzeitung, dass er bereits vorsorglich Mineralwasser gekauft habe. „Wir haben zwei kleine Kinder, da sind wir besonders vorsichtig“, sagte der 34-Jährige. Die Gemeinde hat angekündigt, die Kosten für die Wasserproben zu übernehmen und die Bürger über eventuelle Entschädigungen zu informieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration