Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Dienstag und Mittwoch vor einem teils sehr starken „Schwüleempfinden“ – der höchsten Stufe. Verantwortlich dafür ist eine Kombination aus hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, die den natürlichen Kühlmechanismus des Körpers beeinträchtigt.
So entsteht das Schwüleempfinden
Der DWD berechnet das Schwüleempfinden anhand der sogenannten Enthalpie, also dem Verdunstungspotenzial an der Körperoberfläche. Entscheidend ist, wie gut der Schweiß von der Haut verdunsten kann. Beim Verdunsten wird dem Körper Energie entzogen, was ihn abkühlt. Ist die Luft jedoch bereits mit Feuchtigkeit gesättigt, verdunstet der Schweiß nur langsam – die Kühlung funktioniert nicht mehr richtig.
Die Folge ist ein Wärmestau, der laut DWD im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Hitzschlag führen kann. Besonders betroffen sind Menschen, die körperlich arbeiten oder Sport treiben.
Tropische Verhältnisse auch in Deutschland
Wer schon einmal in den Tropen war, kennt das Gefühl: Bei 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit ist der Körper permanent von einer Schweißschicht bedeckt, die kaum trocknet. In der Wüste hingegen sind 30 Grad bei trockener Luft deutlich erträglicher, da der Schweiß schnell verdunstet und den Körper kühlt.
Auch in Deutschland sorgt die aktuelle Wetterlage für tropische Bedingungen. Die hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt zudem die Bildung von Gewittern – der DWD sagt derzeit teils heftige Gewitter mit Unwettergefahr voraus.
So schützen Sie sich vor der Schwüle
Um die Belastung zu reduzieren, empfiehlt es sich, körperliche Anstrengungen in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen. Ausreichend Wasser zu trinken und leichte Kleidung zu tragen, hilft ebenfalls. Bei akuten Beschwerden wie Schwindel oder Übelkeit sollte man sich in den Schatten begeben und den Körper kühlen.
Die aktuellen Warnungen des DWD sollten ernst genommen werden, denn die Kombination aus Hitze und Feuchtigkeit kann nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitsgefährdend sein.



