Wasserkraft verbindet Erinnerung an zwei verschwundene Krumbacher Betriebe
Wasserkraft verbindet Erinnerung an zwei Krumbacher Betriebe

In Krumbach erinnert heute kaum noch etwas an die beiden Betriebe, die einst die Stadt geprägt haben. Doch die Wasserkraft, die sie nutzten, verbindet ihre Geschichte bis in die Gegenwart. Die Spuren sind unscheinbar, aber sie erzählen von einer Zeit, in der die Wasserkraft das Rückgrat der lokalen Industrie war.

Die verschwundenen Betriebe und ihre Bedeutung

Die beiden Betriebe, um die es geht, sind die Papierfabrik und die Mühle, die über Jahrhunderte hinweg das Bild der Stadt mitprägten. Beide nutzten die Wasserkraft des Krumbachs, um ihre Maschinen anzutreiben. Die Papierfabrik war einst einer der größten Arbeitgeber der Region, die Mühle versorgte die Bevölkerung mit Mehl. Heute sind beide Betriebe Geschichte, ihre Gebäude wurden abgerissen oder umgenutzt. Doch die Wasserkraft, die sie einst antrieb, wird noch immer genutzt – wenn auch für andere Zwecke.

Die heutige Nutzung der Wasserkraft

An der Stelle der alten Betriebe befindet sich heute ein Wasserkraftwerk, das die Strömung des Krumbachs nutzt, um Strom zu erzeugen. Es ist ein kleines Kraftwerk, das aber einen Beitrag zur lokalen Energieversorgung leistet. Die Anlage ist modern und automatisiert, benötigt kaum Wartung und läuft rund um die Uhr. Laut Betreiber erzeugt sie genug Strom, um etwa 200 Haushalte zu versorgen. Damit ist sie ein Beispiel für die dezentrale Energieerzeugung, die in Bayern eine wichtige Rolle spielt.

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Die Geschichte der Wasserkraft in Krumbach

Die Geschichte der Wasserkraft in Krumbach reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter gab es Mühlen am Krumbach, die das Wasser nutzten. Im 19. Jahrhundert kam die Papierfabrik hinzu, die die Wasserkraft im großen Stil nutzte. Die Fabrik war ein Innovationsmotor und brachte Wohlstand in die Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Wasserkraft jedoch an Bedeutung, da günstigere Energiequellen wie Kohle und später Erdgas verfügbar wurden. Die Betriebe mussten schließen, die Gebäude verfielen.

Die Erinnerung wachhalten

Um die Erinnerung an die beiden Betriebe wachzuhalten, hat der Heimatverein Krumbach eine Ausstellung zusammengestellt. Sie zeigt historische Fotos, Dokumente und Maschinen, die aus den Betrieben gerettet wurden. „Es ist wichtig, dass wir uns an unsere industrielle Vergangenheit erinnern“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Hans Müller. „Die Wasserkraft hat unsere Stadt geprägt, und das sollten wir nicht vergessen.“ Die Ausstellung ist im Rathaus zu sehen und wird gut besucht.

Die Zukunft der Wasserkraft

Die Zukunft der Wasserkraft in Krumbach ist ungewiss. Das bestehende Kraftwerk ist alt und müsste modernisiert werden, um effizienter zu arbeiten. Die Stadtverwaltung prüft derzeit, ob sich eine Investition lohnt. Eine Option ist, das Kraftwerk zu erweitern und mehr Strom zu erzeugen. Eine andere ist, es zu erhalten und als technisches Denkmal zu präsentieren. Die Entscheidung wird auch davon abhängen, wie viel Wert die Bürger auf die Geschichte legen. „Die Wasserkraft ist ein Stück Identität unserer Stadt“, sagt Bürgermeisterin Anna Schmidt. „Wir werden uns bemühen, sie zu erhalten.“

Fazit

Die Wasserkraft hat in Krumbach eine lange Tradition, die bis heute nachwirkt. Auch wenn die beiden Betriebe, die einst die Stadt prägten, verschwunden sind, so bleibt die Wasserkraft doch ein verbindendes Element. Sie erinnert an eine Zeit, in der die Kraft des Wassers die Wirtschaft antrieb, und sie könnte auch in Zukunft eine Rolle spielen. Die Geschichte der Wasserkraft in Krumbach ist ein Beispiel dafür, wie technischer Fortschritt und lokale Identität miteinander verwoben sind.

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