Der Winterdienst in Schleswig-Holstein hat in der vergangenen Saison rund 19 Millionen Euro gekostet – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) gab die Summe bekannt. Im Winter zuvor lagen die Kosten bei 7,4 Millionen Euro.
Ursachen für die höheren Kosten
Mehrere Faktoren führten zu dem deutlichen Anstieg. Häufige Temperaturwechsel um den Gefrierpunkt, zahlreiche leichte Schneefälle sowie regional wiederkehrende starke Schneeverwehungen stellten die Straßenmeistereien vor große Herausforderungen. Die Mitarbeiter mussten oft ausrücken, um die Straßen und Radwege rutschfest zu halten.
Einsatz von Personal und Material
Über 520 Straßenwärterinnen und Straßenwärter sowie externe Helfer waren im Einsatz. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) lobte die Arbeit: „Sie haben die Verkehrsteilnehmenden gewohnt gut durchs Land gebracht.“ Susan Müller, Leiterin des Betriebsdiensts, sprach von einer guten Teamleistung und wies auf spezielle Herausforderungen hin, darunter Streiks und kurzfristige Lieferengpässe beim Streusalz.
Insgesamt wurden gut 39.800 Tonnen Salz (Vorjahr: 15.700 Tonnen) und rund 7.500 Tonnen Salzsole (Vorjahr: 5.700 Tonnen) auf Straßen und Radwegen ausgebracht. Die Arbeitsstunden stiegen auf 50.183 (Vorjahr: 15.135).
Kostenaufschlüsselung
- Materialkosten: 4,4 Millionen Euro für Salz und Salzsole
- Betriebskosten: 7,5 Millionen Euro für Streufahrzeuge und Geräte
- Arbeitsstunden: Wert von 2,3 Millionen Euro
- Fremdfirmen: 4,6 Millionen Euro
Im Einsatz waren 99 Fahrzeuge des Landesbetriebs und 171 private Anbieter. Die Materialkosten beliefen sich auf rund 4,4 Millionen Euro, die Betriebskosten auf 7,5 Millionen Euro. Die Arbeitsstunden hatten einen Wert von 2,3 Millionen Euro, und Fremdfirmen erhielten 4,6 Millionen Euro.



