Zalando baut in Berlin weitere Stellen ab – einvernehmliche Aufhebungsverträge
Zalando baut in Berlin Stellen ab

Der Online-Modehändler Zalando baut an seinem Sitz in Berlin erneut Stellen ab. Wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte, setzt es dabei auf einvernehmliche Aufhebungsverträge nach dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit. Ein Aufhebungsvertrag kommt demnach nur zustande, wenn sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer freiwillig zustimmen.

Rund 200 Stellen betroffen

Laut einem Bericht des „Handelsblatts“, der sich auf interne Dokumente und Ankündigungen im Intranet stützt, sind rund 200 Stellen am Standort Berlin von den Aufhebungsverträgen betroffen. Zalando bestätigte auf Anfrage weder die genaue Zahl noch den Standort. Das Unternehmen erklärte lediglich: „Wie wir bereits seit einiger Zeit transparent kommunizieren, arbeiten wir daran, durch agilere und zielgerichtete Strukturen schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können und die sich uns bietenden enormen Chancen für weiteres Wachstum zu nutzen.“

Neuer Standort in Bukarest geplant

Unabhängig von den aktuellen Maßnahmen baut Zalando derzeit einen neuen Standort in der rumänischen Hauptstadt Bukarest auf. Das dortige Büro soll Ende dieses Jahres eröffnet werden. Bis zum ersten Quartal des Folgejahres ist der Aufbau von 60 Stellen geplant. „Längerfristig planen wir, bestimmte Positionen und Prozesse nach Bukarest zu verlagern und dort weitere Arbeitsplätze zu schaffen“, so das Unternehmen.

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Bereits 450 Stellen in Berlin gestrichen

Erst im vergangenen Jahr hatte Zalando in Berlin rund 450 Arbeitsplätze im Rahmen einer Umstrukturierung des Kundendienstes gestrichen. Im Sommer sollten jedoch 200 Mitarbeiter für die umgestaltete Einheit wieder eingestellt werden. Zudem schließt das Unternehmen bis Ende September seinen Standort in Erfurt mit noch rund 2100 Beschäftigten. Trotz Protesten von Betriebsrat, Gewerkschaften, Belegschaft und Kritik der Thüringer Landesregierung hält der Internet-Modehändler an seiner im Januar verkündeten Entscheidung fest. Grund ist die Neuausrichtung des konzerneigenen europaweiten Logistiknetzes nach der Übernahme von About You.

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