Im extrem heißen Juni 2025 sind in Baden-Württemberg 13 Menschen ertrunken. Das ist der höchste Wert für diesen Monat seit 25 Jahren, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Im Juni 2024 waren es noch sieben Todesfälle gewesen – etwa halb so viele.
Bundesweit zählte die DLRG im Juni 99 Badetote. Baden-Württemberg belegt damit den traurigen dritten Platz hinter Bayern und Nordrhein-Westfalen. Eine ähnlich hohe Zahl an Badetoten im Juni gab es deutschlandweit zuletzt im Jahr 2003, das der Deutsche Wetterdienst als „Jahrhundertsommer“ bezeichnete.
Die meisten Unfälle in Seen
Die tödlichen Badeunfälle im Südwesten ereigneten sich überwiegend in Seen: Acht Menschen starben dort. Drei kamen in Flüssen ums Leben, zwei in Schwimmbädern. Unter den Verstorbenen waren elf Männer und zwei Frauen.
Im gesamten Jahr 2024 ertranken in Baden-Württemberg 43 Menschen. Die DLRG ist nach eigenen Angaben die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Allein in Baden-Württemberg waren 2025 rund 9.300 ehrenamtliche Rettungsschwimmer im Einsatz, die an 213 Gewässern und in 334 Schwimmbädern Dienst taten.
Warnung vor Hitze und Leichtsinn
Die DLRG warnt vor allem an heißen Tagen vor Leichtsinn beim Baden. Besonders Männer überschätzen häufig ihre Fähigkeiten, was die hohe Zahl männlicher Todesopfer erklärt. Die Organisation empfiehlt, nur an bewachten Stränden und Gewässern zu schwimmen und die eigenen Grenzen zu kennen.



