Polizei nimmt mutmaßliche Autohehler fest – Millionenschaden
Autohehler festgenommen – Millionenschaden

Die Kriminalpolizei Rottweil hat nach internationalen Ermittlungen in Rumänien mehrere mutmaßliche Fahrzeughehler festgenommen. Fünf Tatverdächtige sitzen in Deutschland in Untersuchungshaft, ein weiterer in Rumänien, wie die Polizei mitteilte. Die Bande steht im Verdacht, gestohlene und unterschlagene Fahrzeuge im Wert von rund 1,3 Millionen Euro weiterverkauft zu haben.

Ermittlungen seit Juni 2025

Seit Juni 2025 fahndete die Polizei nach einer Gruppierung, deren mutmaßliche Haupttäter überwiegend aus dem Raum Tuttlingen stammen. Sie sollen mit illegal erlangten Fahrzeugen aus Frankreich, Italien, Spanien, Ungarn und weiteren Ländern gehandelt haben. Die Verdächtigen brachten die Autos, Lastwagen und Transporter zu Zulassungsstellen, ließen neue Hauptuntersuchungen durchführen und meldeten sie mit Ausfuhrkennzeichen an.

Dabei bediente sich die Gruppe nach Polizeiangaben deutschlandweit der Hilfe von Strohmännern sowie teilweise gefälschter Dokumente. Später verkauften sie die Fahrzeuge – teils nach Gründung von Scheinfirmen – ins Ausland. Größtenteils wurden die Wagen in Rumänien erneut zugelassen.

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Festnahmen in Rumänien

Durch umfangreiche Ermittlungen klärten die Spezialisten die Strukturen und das Vorgehen der Bande auf und identifizierten weitere Tatverdächtige. Der Gruppe werden 37 Fälle der Hehlerei von Kraftfahrzeugen in Deutschland mit einem Gesamtwert von rund 1,3 Millionen Euro zugeordnet. Parallel ermittelte die rumänische Kripo der Provinz Dâmbovița gegen dieselben, bisher nicht festgenommenen Mitglieder. Die Polizisten durchsuchten im Juni mit Unterstützung von zwei Beamten aus Rottweil 16 Adressen in Rumänien und nahmen acht Verdächtige fest. Sechs von ihnen wurden dort in Untersuchungshaft genommen.

Die Einsatzkräfte stellten zudem sieben hochwertige Fahrzeuge sowie Bargeld in erheblichem Umfang sicher. Die länderübergreifende Operation wurde durch das Projekt des Landeskriminalamts Baden-Württemberg „ISF LUMEN Expanded“ unterstützt, das von der Europäischen Union kofinanziert wird.

Elf Beschuldigte in Deutschland

Zeitgleich nahmen Beamte in Deutschland ein weiteres, mit Haftbefehl gesuchtes Mitglied der Gruppierung fest. Ein weiterer Beschuldigter stellte sich bei der Polizei in Rottweil und wurde ebenfalls festgenommen. Von den Verdächtigen werden elf in Deutschland beschuldigt. Fünf von ihnen im Alter von 23 bis 46 Jahren befinden sich in der Bundesrepublik in Untersuchungshaft. Ein 33-jähriger Beschuldigter ist in Rumänien inhaftiert; gegen ihn liegt ein europäischer Haftbefehl vor.

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