Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) hat im Unterschied zum ehemaligen CDU-Fraktionschef im Deutschen Bundestag, Jens Spahn, keine Leihmutter für die heute zweijährige Tochter gewählt. Der gebürtige Wittstocker, der mit einem Mann verheiratet ist, sagte den PNN, ihm seien die „sehr berechtigten ethischen Bedenken gegen eine Leihmutterschaft“ bewusst. Er könne sie gut nachvollziehen.
Ethische Bedenken gegen Leihmutterschaft
Redmann betonte, dass er und sein Ehemann sich intensiv mit den verschiedenen Möglichkeiten der Familiengründung auseinandergesetzt hätten. „Wir haben lange überlegt, wie wir unseren Kinderwunsch verwirklichen können. Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine Leihmutterschaft für uns nicht in Frage kommt“, so der Minister. Stattdessen entschied sich das Paar für den Weg über eine Patchwork-Familie. „Wir haben heute eine Patchwork-Familie, in der unsere Tochter liebevoll umsorgt wird“, erklärte Redmann.
Unterschied zu Jens Spahn
Der frühere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke hatten 2022 über eine Leihmutter in den USA einen Sohn bekommen. Diese Entscheidung war in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert worden. Redmann betonte, dass er Spahns Weg nicht verurteile. „Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Für uns war der Weg über die Patchwork-Familie der richtige“, sagte er.
Familienleben in Brandenburg
Der Innenminister lebt mit seinem Mann und der Tochter in Potsdam. Er berichtete, dass die Familie ein ganz normales Leben führe. „Wir gehen in den Park, spielen im Sandkasten und kochen gemeinsam. Unsere Tochter ist das Zentrum unseres Lebens“, so Redmann. Er betonte, dass die Familienkonstellation in ihrem Umfeld akzeptiert werde. „Wir haben viel Unterstützung von Freunden und Kollegen. Das tut gut.“
Politische Karriere und Familienleben
Redmann ist seit 2019 Innenminister des Landes Brandenburg. Er ist verheiratet und lebt offen homosexuell. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei für ihn eine wichtige Frage. „Es ist nicht immer einfach, aber mit guter Organisation und Unterstützung funktioniert es“, sagte er. Der Minister plädierte dafür, dass die Gesellschaft unterschiedliche Familienmodelle akzeptieren sollte. „Familie ist dort, wo Kinder Liebe und Geborgenheit erfahren. Das kann in vielen Formen geschehen.“



