Sturmschäden in Bayern: Überschwemmungen und Zugausfälle nach Unwettern
Bayern: Unwetter legen Zugverkehr lahm und überfluten Straßen

Heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen haben in der Nacht in Bayern zu erheblichen Schäden geführt. Feuerwehr und Polizei waren in mehreren Regionen im Dauereinsatz. Besonders betroffen waren Oberfranken, Unterfranken und Oberbayern. In Aschaffenburg drückten die Wassermengen mehrere Kanaldeckel nach oben, Straßen wurden überflutet. Der Zugverkehr rund um die Stadt kam wegen Blitzeinschlägen in einem Stellwerk vorübergehend zum Erliegen.

Aschaffenburg: Kanalisation überfordert, Straßen gesperrt

In der unterfränkischen Stadt Aschaffenburg konnte die Kanalisation die enormen Regenmengen nicht mehr fassen. Laut Polizei wurden mehrere Kanaldeckel herausgedrückt, Straßen wie der Südring und der Goldbacher Viadukt waren am Morgen nicht oder nur teilweise befahrbar. Die Stadtverwaltung rief die Bürger zur Vorsicht auf. Feuerwehrleute waren die ganze Nacht im Einsatz, um vollgelaufene Keller leerzupumpen und umgestürzte Bäume zu beseitigen.

Zugverkehr lahmgelegt: Blitzeinschläge und Weichenstörung

Der Bahnverkehr im Raum Aschaffenburg war am frühen Morgen komplett eingestellt. DB Regio meldete Blitzeinschläge in einem Stellwerk sowie eine Weichenstörung. Betroffen war die Strecke zwischen Gemünden, Aschaffenburg und Frankfurt am Main. Reisende mussten mit erheblichen Verspätungen und Ausfällen rechnen. Die Sperrung konnte jedoch noch im Laufe des Vormittags behoben werden, sodass der Zugverkehr langsam wieder anlief.

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Oberfranken: 30 Einsätze wegen Überschwemmungen

In Oberfranken rückten die Einsatzkräfte laut Polizei rund 30 Mal aus. Hauptsächlich waren es Straßenüberschwemmungen und vollgelaufene Keller, die die Feuerwehr beschäftigten. In einigen Gemeinden stand das Wasser bis zu einem halben Meter hoch auf den Straßen. Die Polizei warnte vor umgestürzten Ästen und herabgefallenen Gegenständen. Im Norden Oberbayerns stürzten während der Unwetter zwei Bäume um, die auf Straßen und Gehwege fielen. Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Wetteraussichten: Entspannung in Sicht

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits am Abend vor schweren Gewittern mit Starkregen und Sturmböen gewarnt. Diese Warnungen wurden im Laufe der Nacht aufgehoben. Für den Tag rechnen die Meteorologen mit einer allmählichen Wetterberuhigung, vereinzelte Schauer sind aber noch möglich. Die Aufräumarbeiten der Einsatzkräfte dauern an. Autofahrer sollten weiterhin vorsichtig fahren und überflutete Straßen meiden.

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