Für die Berlin-Wahl 2026 im September werden rund 40.000 Wahlhelfer gesucht. Wer sich ehrenamtlich engagiert, erhält ein Erfrischungsgeld von bis zu 120 Euro oder einen Freizeitausgleich. Die Anmeldung erfolgt online über die Bereitschaftserklärung des Landeswahlleiters.
Wahlhelfer gesucht: Voraussetzungen und Anmeldung
Wahlhelfer kann jeder werden, der selbst zur Wahl des Abgeordnetenhauses wahlberechtigt ist. Ein Hauptwohnsitz in Berlin ist nicht erforderlich. Ausgeschlossen sind Wahlbewerber, Vertrauenspersonen von Wahlvorschlägen, Berufsrichter sowie Mitglieder von Wahlausschüssen. Interessierte können ihre Bereitschaft online erklären und dabei angeben, ob sie in einem Urnen- oder Briefwahllokal eingesetzt werden möchten, welche Funktion sie wünschen und ob sie mit anderen Personen gemeinsam eingesetzt werden wollen. Das Bezirkswahlamt meldet sich dann. Wer bereits Interesse hinterlegt hat, wird frühzeitig angeschrieben.
Erfrischungsgeld und Aufwandsentschädigung
Für den Einsatz am Wahltag erhalten Wahlhelfer ein Erfrischungsgeld. Wahlvorsteher, ihre Stellvertreter und Schriftführer können bis zu 120 Euro bekommen, Beisitzende und Auszähler der Briefwahl bis zu 100 Euro. Zusätzlich gibt es Entschädigungen für Schulungen: 40 Euro in Präsenz oder 25 Euro online. Wahlhelfer der Berliner Verwaltung können sich alternativ für ein gemindertes Erfrischungsgeld und Freizeitausgleich entscheiden. In diesem Fall beträgt das Erfrischungsgeld für Wahlvorsteher, Schriftführer und ihre Stellvertreter 70 Euro, für jedes weitere Mitglied des Wahlvorstandes 50 Euro. Die Dienstbefreiung reicht je nach Rolle von einem halben bis zu eineinhalb Tagen. Besondere Regelungen gelten für Mitarbeiter der Landesbehörden wie BVG oder BSR.
Aufgaben der Wahlhelfer am Wahltag
Wahlhelfer sind Mitglieder der Wahlvorstände, die pro Wahllokal aus sieben bis neun Bürgern bestehen. Sie sorgen für die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl, überprüfen die Wahlberechtigung und den Wahlschein der Wählenden und geben Stimmzettel aus. Nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr zählen sie die Stimmen aus und ermitteln ein vorläufiges Wahlergebnis. Die Vorbereitungen beginnen bereits um 7 Uhr mit der Beschilderung und Bereitstellung der Wahlmaterialien. Die Auszählung kann je nach Umfang mehrere Stunden dauern; Pausen sind nach Absprache möglich.
Hintergrund zur Berlin-Wahl 2026
Bei der Bundestagswahl 2025 waren in Berlin mehr als 36.000 Menschen als Wahlhelfer im Einsatz. Für die Berlin-Wahl 2026 werden laut Landeswahlleiter etwa 40.000 Interessierte gesucht. Gewählt werden ein neues Abgeordnetenhaus sowie die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen (BVV).



