München: Umbauagentur soll Büros in Wohnungen verwandeln
München: Umbauagentur für Wohnungen aus Büros

Der Münchner Planungsausschuss des Stadtrates hat einstimmig die Einrichtung einer sogenannten Umbauagentur beschlossen. Diese soll sich gezielt darum kümmern, leerstehende Büroflächen in Wohnraum umzuwandeln. Wie das Planungsreferat mitteilte, steht die endgültige Bestätigung durch das Stadtratsplenum noch aus. Die Agentur soll mit zwölf Stellen ausgestattet werden.

Wahlkampfversprechen von Oberbürgermeister Krause

Mit der Schaffung der Umbauagentur setzt Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) ein zentrales Wahlkampfversprechen um. Er sieht in den derzeit ungenutzten Gewerbeflächen ein erhebliches Potenzial für die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum in der bayerischen Landeshauptstadt. Bereits im Februar hatte der Stadtrat mit den Ten Towers ein erstes Pilotprojekt auf den Weg gebracht: In dem ehemaligen Bürogebäude im Münchner Osten sollen künftig Wohnungen für Auszubildende und Studenten entstehen.

1,8 Millionen Quadratmeter Leerstand

„In München stehen rund 1,8 Millionen Quadratmeter Büroflächen leer. In Zeiten von explodierenden Mieten und Wohnungsknappheit darf sich München diesen Leerstand nicht länger leisten“, sagte Krause. Die Mieten in der Landeshauptstadt gehören zu den bundesweit höchsten, und die Wohnungsnot in der wachsenden Stadt gilt als eines der drängendsten politischen Probleme. „Die Umwandlungsagentur wird die angespannte Situation auf dem Mietmarkt nicht allein lösen, aber sie ist ein wichtiger Baustein, dem weitere folgen werden“, betonte Krause.

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Weitere Maßnahmen geplant

Die Stadt München plant, über die Umbauagentur hinaus weitere Initiativen zur Bekämpfung der Wohnungsnot zu ergreifen. Die Agentur soll als zentrale Anlaufstelle für Eigentümer und Investoren dienen, die ihre Büroimmobilien umwandeln möchten. Ziel ist es, bürokratische Hürden abzubauen und die Umwandlungsprozesse zu beschleunigen. Die Agentur wird eng mit dem Planungsreferat und anderen städtischen Stellen zusammenarbeiten.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der viele Städte mit ähnlichen Problemen kämpfen: steigende Mieten, knapper Wohnraum und gleichzeitig zunehmender Leerstand von Büroflächen, bedingt durch veränderte Arbeitsmodelle wie Homeoffice. München geht mit der Umbauagentur einen neuen Weg, der auch für andere Kommunen Vorbildcharakter haben könnte.

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