BASF erhöht Gewinnprognose nach starkem Quartal – Aktie fällt
BASF erhöht Gewinnprognose nach starkem Quartal

BASF hat nach einem starken zweiten Quartal seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich angehoben. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) lag zwischen April und Ende Juni bei 2,4 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen von 2,1 Milliarden Euro deutlich. Im Vorjahreszeitraum hatte der Chemiekonzern 1,6 Milliarden Euro verdient.

Prognose für Gesamtjahr steigt um zehn Prozent

Der weltgrößte Chemiekonzern rechnet nun mit einem operativen Gewinn vor Sondereinflüssen zwischen 6,9 Milliarden und 7,7 Milliarden Euro, wie BASF am Mittwoch mitteilte. Das wären rund zehn Prozent mehr, als das Unternehmen bisher erwartet hatte. Die Anhebung der Prognose ist eine direkte Folge des unerwartet starken zweiten Quartals.

Engpässe infolge des Irankriegs als Treiber

BASF profitiert seit März von der angespannten Lage auf den Chemiemärkten, insbesondere in Fernost. Durch die wochenlange Schließung der Straße von Hormus gibt es dort Engpässe in der Versorgung mit Öl für Petrochemie und anderen Produkten. Viele Käufer weichen seither auf europäische Hersteller wie BASF aus, die lieferfähig blieben. Der Konzern konnte in mehreren Bereichen die Preise deutlich erhöhen und die Verkaufsmengen steigern.

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Aktienkurs fällt trotz positiver Nachrichten

Trotz der positiven Gewinnentwicklung und der angehobenen Prognose reagierte der Aktienmarkt negativ. Die BASF-Aktie gab am Mittwoch nach Bekanntgabe der Zahlen nach. Analysten führten dies auf Gewinnmitnahmen und verbleibende Risiken für das zweite Halbjahr zurück. Das Unternehmen selbst erkennt noch Risiken, insbesondere durch die volatile Entwicklung der Rohstoffpreise und die unsichere geopolitische Lage.

Ausblick und Risiken für das zweite Halbjahr

BASF warnte, dass die positive Entwicklung im zweiten Quartal nicht zwingend auf das gesamte Jahr übertragbar sei. Der Konzern erwartet für das zweite Halbjahr eine Abschwächung der Sondereffekte durch die Engpässe. Zudem könnten steigende Energiekosten und eine mögliche Rezession in Europa die Nachfrage belasten. Dennoch bleibt das Management zuversichtlich, die angehobene Prognose zu erreichen.

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