Euroraum: Industrieproduktion im Mai überraschend gesunken
Euroraum: Industrieproduktion im Mai überraschend gesunken

Die Industrieproduktion im Euroraum ist im Mai überraschend gesunken. Wie das EU-Statistikamt am Mittwoch mitteilte, fiel die Fertigung um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Im April war die Produktion noch um 0,3 Prozent gewachsen.

Rückgang im Jahresvergleich stärker als erwartet

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich die Industrieproduktion im Mai um 1,2 Prozent. Auch hier hatten Fachleute mit einem geringeren Minus von nur 0,5 Prozent gerechnet. Die Entwicklung wurde vor allem durch Vorleistungsgüter belastet, deren Erzeugung um 0,3 Prozent zum Vormonat sank.

Investitionsgüter und Energie legen zu

Dagegen konnte die Produktion von Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen um 0,3 Prozent gesteigert werden. Die Energieversorger fuhren ihre Erzeugung sogar um 2,2 Prozent hoch. Diese positiven Signale reichten jedoch nicht aus, um den Gesamtrückgang zu verhindern.

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Stimmung in Deutschland hellt sich auf

In Deutschland hat sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe im Juni aufgehellt, wie das Münchner Ifo-Institut in seiner Unternehmensumfrage ermittelte. Dies sei auf spürbar verbesserte Erwartungen zurückzuführen, während die Urteile zur aktuellen Lage geringfügig nach unten korrigiert wurden.

Die überraschend schwachen Daten aus dem Euroraum stehen im Kontrast zu den jüngsten positiven Signalen aus Deutschland. Dennoch bleibt die konjunkturelle Erholung in der Industrie fragil, wie die aktuellen Zahlen zeigen.

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