Wer kurzfristig noch einen Sommerurlaub plant, kann mit der Wahl des Reiseziels viel Geld sparen. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes aus dem April 2026 zeigt, in welchen europäischen Urlaubsländern Hotels und Gastronomie besonders günstig sind. Im Vergleich zu Deutschland beträgt die Ersparnis in Nordmazedonien bis zu 52 Prozent, gefolgt von Bulgarien mit 47 Prozent und Montenegro mit 39 Prozent. Auch die Türkei (33 Prozent), Portugal und Tschechien (jeweils 30 Prozent) bieten deutliche Preisvorteile.
Beliebte Badeziele mit Sparpotenzial
Auch klassische Urlaubsländer wie Spanien (22 Prozent günstiger), Zypern (19 Prozent) und Griechenland (18 Prozent) liegen unter dem deutschen Preisniveau. Allerdings gilt das nicht für alle südlichen Destinationen: In Kroatien beträgt die Ersparnis nur neun Prozent, Italien ist lediglich zwei Prozent günstiger. Wer auf teure Flugtickets verzichten möchte, findet in Nachbarländern wie Tschechien, Polen (zwölf Prozent günstiger) und Frankreich (vier Prozent günstiger) gute Alternativen. Einige grenznahe Städte sind sogar mit dem Deutschlandticket erreichbar.
Teure Reiseziele in Nord- und Westeuropa
Deutlich teurer als Deutschland sind hingegen Island und die Schweiz, wo die Preise für Hotels und Gastronomie 49 Prozent über dem deutschen Niveau liegen. Auch Norwegen, Dänemark, Irland, die Niederlande und Belgien sind 13 bis 34 Prozent teurer. Die Auswertung berücksichtigt ausschließlich Hotel- und Gaststättendienstleistungen; Flugpreise, Pauschalreisen, Mietwagen oder Freizeitangebote fließen nicht ein.
Zusatztipps für günstigen Urlaub
Neben der Wahl des Reiseziels können Reisende durch die richtige Smartphone-Nutzung und Zahlungsmittel sparen. Für die Eurozone reicht oft eine Giro- oder Debitkarte, bei Reisen in Länder mit Fremdwährung sollte man auf gebührenfreie Kreditkarten achten. Die American Express Gold Card bietet für 20 Euro monatlich Reiseversicherungen und Boni, erhebt aber zwei Prozent Gebühren bei Fremdwährungen. Die Easybank-Kreditkarte ist weltweit gebührenfrei und hat keine Jahresgebühr, mit einem Startbonus von 75 Euro bei 100 Euro Umsatz in den ersten vier Wochen.
Fazit
Das größte Sparpotenzial für den Last-Minute-Sommerurlaub bieten Nordmazedonien, Bulgarien und Montenegro. Wer klassische Badeziele bevorzugt, spart in Portugal, Spanien, Zypern und Griechenland. Entscheidend bleibt jedoch der Gesamtpreis inklusive Anreise und Ausgaben vor Ort.



