Mazda3 Gebrauchtwagen-Check: TÜV-Mängel der Generationen BL, BM, BP
Mazda3 Gebrauchtwagen: TÜV-Mängel aller Generationen

Der Mazda3 punktet als Gebrauchter mit flotter Optik und technischen Finessen, doch nicht jede Generation besteht die Hauptuntersuchung (HU) gleich gut. Während die aktuelle Baureihe BP und die ältere BL weitgehend zuverlässig sind, schwächelt die BM-Generation teils deutlich. Der TÜV-Report gibt Aufschluss über typische Mängel, auf die Käufer achten sollten.

Mazda3 (BP): Aktuelle Generation mit kleinen Schwächen

Die BP-Generation (Bauzeit 2019 bis heute) besticht durch scharfes Design und technische Innovationen wie den Skyactiv-X-Motor mit Mildhybridtechnik und Zylinderabschaltung. Die Motorenpalette reicht von 116 PS (Skyactiv-D 1.8) bis 186 PS (e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid). Gebrauchtpreise starten bei etwa 15.000 Euro. Die coupéartige Form geht jedoch zu Lasten von Platz und Kopffreiheit im Innenraum.

Laut TÜV-Report zeigt die Verarbeitung stellenweise dürftige Qualität. Zwei Rückrufe betrafen Softwarefehler in der Motorsteuerung, die zu Startschwierigkeiten führten, sowie in der Airbag- und Gurtüberwachung. Zudem übernimmt der BP Bremsenprobleme vom Vorgänger BM. Ansonsten gilt die Baureihe als robust.

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Mazda3 (BM): Wertstabil, aber mit Mängeln bei Federn und Bremsen

Die BM-Generation (2013–2019) ist mit 4,46 Metern Länge und einem um sechs Zentimeter längeren Radstand geräumiger als der Vorgänger. Motoren: 100 PS (Skyactiv-G 100) bis 165 PS (Skyactiv-G 165). Gebrauchtpreise ab 8.000 Euro. Das Facelift 2017 brachte optische und technische Updates.

Die Saugmotoren laufen gleichmäßig, die Diesel bieten ordentlich Drehmoment. Doch das langsame Infotainment kommt nicht gut an. Rückrufe gab es wegen des Bremsassistenten und der Motorsteuerung. Bei der HU fallen vor allem Mängel an Federn/Dämpfern, der Lenkung und der Bremsanlage auf. „Der BM hat mit den meisten Problemen zu kämpfen“, so der TÜV-Report.

Mazda3 (BL): Zuverlässiger Klassiker mit guter Verarbeitung

Die BL-Generation (2009–2013) ist mit 105 bis 260 PS (MPS) erhältlich. Gebrauchtpreise ab 3.000 Euro. Die Verarbeitung ist gut, der Innenraum trotz längerer Karosserie als der VW Golf eher eng – aber die Sitze passen auch großen Personen. ESP war Serie. Im AUTO BILD-Dauertest 2011 eines Mazda3 1.6 MZR erhielt das Modell die Note 1.

Der 1,6-Liter-Basismotor mit 105 PS ist lebhaft, aber etwas rau. Der MPS (260 PS) war Mazdas letzter Hot Hatch. Die PSA-Diesel laufen unauffällig, die 2,2-Liter-Selbstzünder mit 150 oder 185 PS machen Freude. Federung und Lenkgefühl sind mäßig. Rückrufe betrafen den Sitzeinsteller und korrosionsbedingt zufallende Heckklappen. Insgesamt gilt der BL als zuverlässiger Begleiter.

Fazit: Mazda3 im TÜV-Check – robust, aber mit Generationenunterschieden

Bis auf die ältesten BM-Modelle besteht der Mazda3 die HU häufiger als der Durchschnitt. Der BL erweist sich als zuverlässig, der BM kämpft mit Mängeln an Fahrwerk und Bremsen, der aktuelle BP übernimmt die Bremsenprobleme, ist aber sonst top. Käufer sollten bei BM-Modellen besonders auf Federn, Dämpfer, Lenkung und Bremsen achten, bei BP auf die Bremsanlage und Software-Rückrufe.

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