Nach dem Fund von Quecksilber in einem Umzugswagen im Landkreis Esslingen hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Ziel ist es, die Herkunft der giftigen Flüssigkeit zu klären, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Vorfall hatte am Montag einen größeren Rettungseinsatz mit Evakuierung in Reichenbach an der Fils ausgelöst.
Quecksilber auf kleiner Fläche entdeckt
Das Quecksilber wurde bei einem Umzug einer Familie in einem Mietfahrzeug gefunden. Die Flüssigkeit bedeckte eine Fläche von etwa zwei mal zwei Zentimetern. Acht Menschen kamen mit der Substanz in Kontakt und atmeten die Dämpfe ein, berichtete der Leiter des Rettungsdienstes, Steffen Schütze. Die Betroffenen wurden vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt.
Hintergründe unklar – Feuerwehr ermittelt
Woher das Quecksilber stammte, blieb zunächst unklar. Der Familie seien keine Umzugsgegenstände bekannt, in denen sich das Quecksilber befunden haben könnte, erklärte der Einsatzleiter der Feuerwehr. Als Vorsichtsmaßnahme wurden mehrere Wohneinheiten evakuiert. Die Bewohner konnten jedoch später wieder in ihre Häuser zurückkehren, wie ein Sprecher bestätigte.
Gesundheitsgefahren durch Quecksilber
Quecksilber ist hochgiftig und kann bei längerer Belastung zu schweren Gesundheitsschäden führen. Laut Schütze beginnen die Symptome mit Atemwegsbeschwerden und können bis zu einem Lungenödem führen, bei dem sich Wasser in der Lunge ansammelt. Um sich zu schützen, trugen Feuerwehrleute teilweise Schutzanzüge. In der Vergangenheit wurde das Schwermetall unter anderem in Batterien, Thermometern oder Leuchtstoffröhren verwendet. Besonders gefährlich ist das Einatmen der unsichtbaren Dämpfe.



