Schwerer Motorradunfall auf B31 bei Stetten: 47-Jähriger lebensgefährlich verletzt
Schwerer Motorradunfall auf B31 bei Stetten

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 31 bei Stetten im Bodenseekreis hat am Montag einen 47-jährigen Motorradfahrer lebensgefährlich verletzt. Nach Angaben der Polizei waren insgesamt acht Motorradfahrer in einen komplexen Unfallhergang verwickelt, bei dem es zu mehreren Kollisionen kam.

Unfallhergang: Busausweichmanöver löste Kettenreaktion aus

Gegen 11:56 Uhr hatte ein Autofahrer auf der B31 an einer Bushaltestelle angehalten, um einem Bus die Durchfahrt zu ermöglichen. Die achtköpfige Motorradgruppe, die sich hinter dem Auto befand, bemerkte das Bremsmanöver nach Polizeiangaben zu spät. Als Hauptursache nannten die Ermittler mutmaßlich zu geringen Sicherheitsabstand und Unachtsamkeit der Biker.

Der vorderste Motorradfahrer, ein 52-jähriger Mann, prallte mit seinem Motorrad in das Heck des Autos und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Der unmittelbar dahinter fahrende 47-jährige Motorradfahrer versuchte, dem Hindernis auszuweichen, indem er nach links auf die Gegenfahrbahn auswich. Dort kollidierte er frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen. Bei diesem Aufprall erlitt der 47-Jährige schwere Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

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Weitere Beteiligte und Verletzte

Ein dritter Motorradfahrer, ebenfalls 47 Jahre alt, stieß mit dem Auto zusammen. Sowohl er als auch sein 18-jähriger Sozius erlitten dabei leichte Verletzungen. Zwei weitere Mitglieder der Motorradgruppe stürzten bei einer anschließenden Gefahrenbremsung, blieben aber unverletzt. Die Polizei beziffert die Gesamtzahl der leicht Verletzten auf drei Personen.

Die B31 war für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten zeitweise voll gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen und bittet Zeugen, sich zu melden. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

Hintergrund: Motorradunfälle auf Landstraßen

Dieser Unfall reiht sich in eine Serie schwerer Motorradunglücke im Südwesten ein. Laut Statistik der Polizei Baden-Württemberg ereignen sich besonders auf Landstraßen wie der B31 häufig schwere Unfälle mit Motorradfahrern. Hauptursachen sind oft überhöhte Geschwindigkeit, Unterschätzung der Bremswege und riskante Überholmanöver. Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere an Motorradfahrer, stets vorausschauend zu fahren und ausreichend Sicherheitsabstand zu halten.

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