Das Landgericht Stuttgart hat einen 51-jährigen Mann wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte hatte im vergangenen Jahr eine 39-jährige Bekannte aus dem Stuttgarter Drogenmilieu getötet und ihre Leiche in einem Koffer in Filderstadt abgelegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Leichenfund sorgte bundesweit für Schlagzeilen
Spaziergänger entdeckten den Koffer im August 2025 in einem ausgetrockneten Bachbett unter einer Brücke. Aufgrund der Sommerhitze war der Körper bereits stark verwest und teilweise skelettiert, was die Ermittlungen erheblich erschwerte. Ein anonymer Zeuge gab schließlich den entscheidenden Hinweis, der die Ermittler auf die Spur des Beschuldigten führte.
Opfer und Täter kannten sich aus dem Drogenmilieu
Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatten sich das Opfer und der Angeklagte mehrere Wochen vor der Tat im Stuttgarter Drogenmilieu kennengelernt. Die Frau galt seit dem 21. Juli 2025 als vermisst. Etwa einen Monat später wurde ihre Leiche entdeckt. Die Staatsanwaltschaft hatte 14 Jahre Haft gefordert, das Gericht verhängte zwölf Jahre.
Viele Fragen bleiben offen
Zentrale Aspekte des Falls sind weiterhin ungeklärt. Die Todesursache konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden, ebenso bleibt das Motiv des Täters im Dunkeln. Der Angeklagte hatte in seinem Schlusswort laut Medienberichten erneut betont, das Opfer nicht gekannt zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.



