Bayern ehrt in diesem Jahr die US-amerikanische Robotikforscherin Daniela Rus mit dem Hightech-Preis des Ministerpräsidenten. Die Direktorin des renommierten MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) in Boston wird am 23. Juli für ihre bahnbrechenden Beiträge zur Robotik und autonomen Systemtechnik ausgezeichnet, wie das bayerische Wissenschaftsministerium mitteilte. Rus gestalte die nächste Generation intelligenter, vernetzter Roboter.
Vier Schwerpunkte der Forschung
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften begründete die Entscheidung mit den wegweisenden Arbeiten von Daniela Rus in vier zentralen Bereichen: selbstorganisierende Roboterkollektive, Soft Roboter, autonome Mobilität sowie vom menschlichen Gehirn inspirierte Künstliche Intelligenz. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) würdigte Rus als „weltweite Koryphäe der Robotik und KI“.
Internationale Vernetzung mit Bayern
Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) betonte die internationale Ausrichtung der Preisträgerin: „Schön, dass sie die Verbindung zwischen Boston und Bayern, zwischen MIT und TUM lebt.“ Rus war bereits mehrfach zu Gast an der Technischen Universität München (TUM), unter anderem bei der Veranstaltungsreihe „Munich AI Lectures“. Diese enge Kooperation unterstreicht die Bedeutung des transatlantischen Austauschs in der Spitzenforschung.
Hightech-Preis: Dotierung und Vergabekriterien
Der Hightech-Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten wird jährlich von der Staatsregierung und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an herausragende Forscherinnen und Forscher aus dem In- und Ausland verliehen. Alle zwei Jahre müssen die Preisträger einen besonderen Bezug zum Freistaat haben. Die Auszeichnung ist mit 300.000 Euro dotiert, finanziert aus Mitteln der Rohde-Stiftung. Mit dieser Summe gehört der Preis zu den höchstdotierten Forschungspreisen in Deutschland.
Die feierliche Verleihung findet am 23. Juli in München statt. Daniela Rus wird für ihre Arbeiten geehrt, die nicht nur die Robotik, sondern auch die Künstliche Intelligenz und autonome Systeme nachhaltig prägen. Ihre Forschung an Soft-Robotern und selbstorganisierenden Kollektiven eröffnet neue Perspektiven für Anwendungen in der Medizin, der Logistik und der Raumfahrt.



