Temperaturen erreichen 35 Grad – Waldbrandgefahr steigt
Bayern steuert in der neuen Woche erneut auf die 35-Grad-Marke zu, insbesondere am Untermain. Auch im restlichen Freistaat wird es hochsommerlich heiß, während es weitgehend trocken bleibt. Die Waldbrandgefahr ist vielerorts hoch, und bei Erntearbeiten gehen immer wieder Felder in Flammen auf. Zudem erwärmen sich die Flüsse weiter.
Die Messstation am Main in Erlabrunn bei Würzburg verzeichnete am Wochenende zeitweise Wassertemperaturen von über 26 Grad. Auch an der Donau wurden ähnlich hohe Werte gemessen, wie das Landesamt für Umwelt mitteilte. Zu warmes Flusswasser kann negative Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben. Sauerstoffgehalt und Wassermenge werden bayernweit von den Behörden kontrolliert, um rechtzeitig eingreifen zu können.
Forstministerin appelliert an Waldbesucher
Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) rief die Menschen zu besonderer Achtsamkeit auf: „Ein Funke kann reichen“, warnte sie. Sie betonte, dass Rauchen im Wald verboten sei und auf Grillen verzichtet werden solle. Trockene Nadel- und Laubstreu sowie am Boden liegende Zweige seien leicht entzündlich. Ein hohes Risiko gehe zudem von Fahrzeugen mit heißem Katalysator aus – daher sollten Autos und Motorräder nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden.
Waldbrandgefahrenstufen und Brände bei der Ernte
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes liegt die Waldbrandgefahr bayernweit derzeit meist zwischen Stufe 3 (mittlere Gefahr) und Stufe 4 (hoch) von insgesamt 5 (sehr hoch). Lediglich in den Alpen und im Alpenvorland ist die Lage entspannter. Die Trockenheit macht auch die Ernte für Landwirte heikel: Mehrere Ballenpressen, Felder und Strohballen gingen am Wochenende in Flammen auf, wie die Polizei meldete. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand, die Schäden liegen im hunderttausend Euro Bereich.
Heißer Wochenstart und UV-Belastung
Nach einer Abkühlung in der Nacht zum Montag auf bis zu 11 Grad in Nordbayern und rund 10 Grad in einigen Alpentälern wird es zum Wochenstart erneut heiß: In Südbayern sind laut DWD bis zu 34 Grad, in Nordbayern sogar bis zu 35 Grad möglich. Da die Sonne in vielen Regionen den ganzen Tag von einem wolkenlosen Himmel scheint, ist der UV-Index hoch bis sehr hoch. Bei längeren Aufenthalten im Freien sollte man sich schützen.
In der Nacht zum Dienstag wird es von Südwesten her wolkig, in der Nähe der Alpen und in Schwaben sind einzelne Schauer und Gewitter möglich. Die Tiefstwerte liegen zwischen 13 und 19 Grad, in Mainfranken bleibt es nachts mit knapp unter 20 Grad relativ warm. Vor allem in Nordbayern bleibt die Waldbrandgefahr auch in der neuen Woche hoch. Am Dienstag werden Höchstwerte zwischen 28 und 35 Grad erwartet, über den Bergen sind vereinzelte Gewitter möglich.



