Messerangreifer von Ruhpolding in forensischer Klinik untergebracht
Messerangreifer von Ruhpolding in forensischer Klinik

Ein 28-jähriger Mann, der am Dienstag in Ruhpolding einen Zugbegleiter und weitere Menschen mit einem Messer bedroht hatte, ist in einer geschlossenen forensischen Klinik untergebracht worden. Das Amtsgericht Traunstein erließ einen entsprechenden Unterbringungsbefehl, wie die Bundespolizei mitteilte. Nach derzeitigen Erkenntnissen sei der Mann schwer psychisch beeinträchtigt und habe im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt.

Eskalation im Regionalzug

Der Vorfall ereignete sich in einem stehenden Regionalzug in Ruhpolding. Ein Schaffner wollte den Mann kontrollieren, woraufhin es zum Streit kam. Der Verdächtige zog ein Messer und bedrohte den Zugbegleiter. Die Situation verlagerte sich auf den Bahnsteig, der Zugbegleiter flüchtete in die Stadt. Der Angreifer verfolgte ihn und warf das Messer in Richtung des Bediensteten, traf ihn jedoch nicht.

Ein Kioskbetreiber brachte zwischenzeitlich Kinder in Sicherheit und hielt den Angreifer mit einem Holzschläger in Schach. Als Polizeisirenen ertönten, floh der Mann in Richtung Stadtgebiet. Im Kurpark konnte er schließlich gestellt und entwaffnet werden.

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Hintergründe des Täters

Bei dem Angreifer handelt es sich um einen 28-jährigen Mann aus Afghanistan, der seit 2023 in Deutschland lebt. Sein Asylgesuch wurde abgelehnt, jedoch hält er sich rechtmäßig in der Bundesrepublik auf, da ein Abschiebestopp nach Afghanistan besteht. Die genaue Art seiner psychischen Erkrankung wurde nicht näher spezifiziert.

Rechtliche Grundlage

Die Unterbringung in einer forensischen Klinik erfolgte auf Grundlage des bayerischen Unterbringungsgesetzes. Die Staatsanwaltschaft Traunstein prüft derzeit, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird. Sollte die Schuldunfähigkeit festgestellt werden, könnte das Verfahren eingestellt werden.

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