Die queere Gemeinschaft in Berlin ist nach dem schweren Angriff am Rande des Christopher Street Days (CSD) am Samstagabend erschüttert. Der LSVD+ – Verband Queere Vielfalt sprach in einer ersten Stellungnahme von einem „dunklen Tag“ für die Community. „Der Regenbogen hat heute einen Riss bekommen. Das ist ein dunkler Tag für unsere Community und unser Land“, schrieb die Organisation auf Instagram. Der Landesverband Berlin-Brandenburg ergänzte: „Heute ist ein Tag der Trauer. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, ihren Angehörigen und allen, die die Ereignisse beim CSD Berlin miterleben mussten.“
Auto rast in Menschenmenge
Ein Auto war am späten Samstagabend am Rande der CSD-Großveranstaltung in eine Gruppe von Passanten gefahren. Mindestens eine Frau wurde getötet, 16 weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Polizei nahm den Fahrer vorläufig fest. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der CSD wurde daraufhin abgebrochen. Der LSVD+ appellierte an die Öffentlichkeit, keine Spekulationen zu verbreiten, bis gesicherte Informationen vorliegen.
Betroffenheit und Reaktionen
Der LSVD+ vertritt die Interessen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie weiteren queeren Menschen. Die Organisation rief zu Zusammenhalt auf und betonte, dass man in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen sei. Der Angriff sorgte bundesweit für Bestürzung. Politiker aller Parteien verurteilten die Tat und sprachen den Betroffenen ihr Mitgefühl aus. Die Ermittlungen zu Tatmotiv und -hergang dauern an.



