Israels Außenminister Gideon Saar hat am Mittwoch das Mahnmal „Gleis 17“ am Bahnhof Grunewald in Berlin besucht. Begleitet wurde er von Botschafter Ron Prosor und Rabbiner Yehuda Teichtal. Saar entzündete eine Kerze zum Gedenken an die Opfer des Holocausts.
Das Mahnmal erinnert an die rund 10.000 jüdischen Berliner, die von Gleis 17 aus in Vernichtungslager deportiert wurden. Insgesamt wurden während der NS-Diktatur etwa 50.000 Juden von Berliner Bahnhöfen aus verschleppt, darunter 30.000 vom Güterbahnhof Moabit und 10.000 vom Anhalter Bahnhof.
Das 1998 eingeweihte Mahnmal besteht aus 186 Stahlgussplatten, die chronologisch die Daten und Ziele der Deportationszüge auflisten. Saar war bereits am Dienstag mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul (CDU) zusammengetroffen.



