Hitlers Flugzeugträger „Graf Zeppelin“: Wrack in der Ostsee entdeckt
Hitlers Flugzeugträger „Graf Zeppelin“: Wrack in der Ostsee entdeckt

Die Ostsee gilt unter Tauchern als „Meer der Wracks“ – Zehntausende gesunkener Schiffe liegen auf ihrem Grund. Eines der bekanntesten ist der Flugzeugträger „Graf Zeppelin“, das einzige Schiff dieser Art, das Adolf Hitler bauen ließ. Das Wrack wurde 2006 von polnischen Ölsuchern geortet und liegt in 80 Metern Tiefe auf der Position 55°31'03" Nord, 18°17'09" Ost.

Die „Graf Zeppelin“ wurde nie in Betrieb genommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg versenkten die Sowjets das Schiff 1947 in der Ostsee. Lange galt es als verschollen; eine Legende besagte, Stalin habe es ins Chinesische Meer schleppen lassen. Erst 2006 entdeckten polnische Ölsucher das Wrack per Sonar. Ein Expeditionsteam tauchte im Sommer 2017 mit Spezialtechnik hinab und filmte die Überreste.

Das Wrack ist hervorragend erhalten. Es liegt leicht nach rechts geneigt auf dem Meeresgrund, die Decksplanken sind noch erkennbar. Darunter befinden sich die Hangars für die Messerschmitt- und Junkers-Maschinen, die auf dem Schiff stationiert werden sollten. Die Geschütze wurden bereits von den Deutschen abmontiert und in Norwegen in Stellung gebracht.

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Der Bau der „Graf Zeppelin“ begann 1935 als „Flugzeugträger A“ bei den Deutschen Werken in Kiel. Das Schiff war 262,5 Meter lang, 36 Meter breit und sollte mit einer 200.000-PS-Maschine bis zu 63 km/h schnell werden. Es war für rund 40 Flugzeuge ausgelegt, darunter Sturzkampfbomber, Jäger und Torpedoflugzeuge. Die Kosten beliefen sich auf 93 Millionen Reichsmark.

Die Dokumentation „Hitlers Superschiff – Expedition in der Ostsee“ zeigt exklusive Bilder des Tauchgangs. Sie wird am Sonntag, 17. Dezember 2017, um 21:50 Uhr auf dem Pay-TV-Sender SPIEGEL Geschichte ausgestrahlt, der über Sky zu empfangen ist.

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