Die Rettung des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals Timmy kann frühestens am Sonntag beginnen. Bis Samstagfrüh soll eine 110 Meter lange, zehn Meter breite und zwei Meter tiefe Rinne vom Liegeplatz des Wals zum tiefen Fahrwasser ausgebaggert werden, wie der beauftragte Unternehmer Fred Babbel mitteilte. 40 Meter seien bereits geschafft, am Freitag sollen weitere 40 Meter folgen.
Der zwölf Tonnen schwere Wal liegt derzeit in einer künstlich angelegten Kuhle, da der Wasserstand in den vergangenen Tagen gesunken war und das Tier von seinem eigenen Gewicht erdrückt zu werden drohte. Um den Wal aus der Kuhle in die Rinne zu bringen, soll er mit einem Netz angehoben werden.
Allerdings fehlt noch die Genehmigung des Umweltministeriums für den Plan. Am Konzept müssten noch einige Nacharbeiten stattfinden, sagte Babbel. Der rund zwölf Meter lange Wal steckt seit rund drei Wochen in der Kirchsee-Bucht der Insel Poel fest.
Die private Rettungsinitiative, finanziert von MediaMarkt-Gründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert, plant, den Wal mit einer sogenannten Barge in den Atlantik zu transportieren. Dabei handelt es sich um einen absenkbaren Lastkahn, der von Schleppern gezogen wird. Die Barge soll aus dem Hamburger Raum zur Insel Poel gebracht werden.
Eine zuvor favorisierte Lösung mit Pontons und Plane wurde verworfen, da unter anderem die notwendige Zulassung für den Seeverkehr fehlte. Ob der Buckelwal die Rettungsversuche überlebt, ist ungewiss; Experten zufolge ist er stark geschwächt.



