Hitlers Flugzeugträger „Graf Zeppelin“ endete im Oderarm
Hitlers Flugzeugträger „Graf Zeppelin“ endete im Oderarm

Am 12. Juli 2006 stießen Arbeiter der polnischen Ölgesellschaft Petrobaltic bei Bohrarbeiten in der Ostsee auf ein gewaltiges Wrack. In 86 Metern Tiefe, 55 Kilometer nördlich von Wladyslawowo, lag ein 263 Meter langer und 36 Meter breiter Stahlkoloss. Es handelte sich um den einzigen deutschen Flugzeugträger der Seefahrtsgeschichte: die „Graf Zeppelin“.

Der Flugzeugträger war eines der Großprojekte der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Die im Dezember 1938 vom Stapel gelaufene „Graf Zeppelin“ sollte das geplante Nazi-Imperium auf den Weltmeeren sichern. Mit 200.000 PS sollte sie bis zu 33 Knoten schnell sein, 43 Kampfflugzeuge und 16 schwere Bordgeschütze an Bord haben. Die schwimmende Kleinstadt bot Platz für über 1700 Menschen.

Nach Kriegsausbruch änderte die Marineleitung ihre Strategie und setzte auf U-Boote. Der Bau der „Graf Zeppelin“ wurde im April 1940 gestoppt. Das Schiff wurde zunächst in die Odermündung geschleppt, später nach Gotenhafen und schließlich zurück nach Kiel. Nach dem Krieg wurde es von der Sowjetunion als Beute beschlagnahmt und 1947 als Zielschiff versenkt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der Militärhistoriker Ulrich Israel erklärte 2006, dass eine Fertigstellung des Flugzeugträgers am Ausgang des Seekriegs nichts geändert hätte. Die Engländer hätten seine Versenkung zur Prestigefrage erklärt und ihn mit 100-prozentiger Sicherheit vernichtet.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration