Tankstellenpächter wehren sich gegen Rolle als Sündenbock bei hohen Spritpreisen
Tankstellenpächter wehren sich gegen Rolle als Sündenbock bei hohen Spritpreisen

Tankstellenbetreiber in Ostdeutschland bekommen den Frust über gestiegene Spritpreise zu spüren. Der Vorsitzende des Verbands des Garagen- und Tankstellengewerbes (VTG) Nord-Ost, Hans-Joachim Rühlemann, sagte, die Kollegen an den Kassen erhielten den Unmut der Kunden deutlich mit. Die Tankstellenpächter selbst könnten jedoch nichts für die Preise, da die Preishoheit bei den Mineralölgesellschaften liege.

Rühlemann betonte, die Preise würden automatisch weitergegeben, oft ohne dass das Kassenpersonal davon erfahre. In Gegenden mit vielen einkommensschwachen Menschen, wie Berlin-Reinickendorf, tankten Kunden teils nur für fünf Euro. Andere stiegen auf öffentliche Verkehrsmittel um, wie Rühlemann berichtete.

Der Tanktourismus nach Polen und Tschechien halte sich noch in Grenzen, könnte aber bei anhaltend hohen Preisen zunehmen. In Polen spare man bei Superbenzin derzeit 40 bis 45 Cent pro Liter. Rühlemann wies auch Kritik zurück, dass Preise stiegen, obwohl Treibstoff noch vor Rohölpreiserhöhungen eingekauft worden sei. Dies funktioniere umgekehrt genauso: Bei sinkenden Preisen werde teurerer Sprit oft günstiger verkauft.

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Am Freitagmorgen lag der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel bei 2,109 Euro pro Liter, für Super E10 bei 2,014 Euro. Der durch den Angriff auf den Iran ausgelöste Preisanstieg hat sich verlangsamt. Die Benzinpreise sind morgens am höchsten und geben im Laufe des Vormittags nach.

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