Westernstadt in Berlin: Stadtrat lehnt Investor-Deal für Rechenzentrum ab
Westernstadt Berlin: Stadtrat gegen Rechenzentrum-Deal

Westernstadt „Old Texas Town“: Zukunft ungewiss

Die Westernstadt „Old Texas Town“ an der Paulsternstraße im Berliner Ortsteil Siemensstadt existiert seit 1959 und umfasst einen Saloon, einen Galgen sowie rund 20 Hütten. Nun steht die Cowboystadt vor einer ungewissen Zukunft, da der Eigentümer plant, auf dem Gelände ein Rechenzentrum zu errichten. Dieses Vorhaben stößt jedoch auf erheblichen Widerstand aus der Politik.

Stadtrat und SPD stellen sich quer

Der Spandauer Stadtrat und die SPD haben sich klar gegen den Deal positioniert. „Die Politik knickt nicht vor dem Investor ein“, erklärte der zuständige Stadtrat. Er betonte, dass eine Umwidmung des Geländes für ein Rechenzentrum nicht einfach so möglich sei. Hinter den Kulissen gibt es jedoch bemerkenswerte Entwicklungen, die auf einen möglichen Kompromiss hindeuten könnten.

Interessante Entwicklungen im Hintergrund

Nach Informationen des Tagesspiegels laufen derzeit vertrauliche Gespräche zwischen dem Investor und der Bezirksverwaltung. Dabei geht es um Alternativen zur kompletten Umnutzung des Areals. Eine Option sei, die Westernstadt teilweise zu erhalten und das Rechenzentrum auf einem angrenzenden Grundstück zu errichten. Die SPD-Fraktion im Bezirk hat jedoch klargestellt, dass sie keine vollständige Bebauung des traditionsreichen Geländes akzeptieren werde.

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Der Investor selbst zeigt sich verhandlungsbereit. „Wir wollen eine Lösung, die für alle Seiten tragbar ist“, so ein Sprecher des Unternehmens. Man sei offen für Gespräche, betonte er. Die Westernstadt sei ein beliebtes Ausflugsziel und habe einen hohen kulturellen Wert.

Historischer Hintergrund der Westernstadt

Die „Old Texas Town“ wurde 1959 eröffnet und ist eine der ältesten Westernstädte Deutschlands. Sie diente bereits als Kulisse für zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen. In den letzten Jahren sank jedoch die Besucherzahl, was den Eigentümer zu Überlegungen über eine alternative Nutzung veranlasste.

Ein Rechenzentrum würde nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch die digitale Infrastruktur in Berlin stärken. Dennoch sehen viele Politiker den Erhalt des historischen Ensembles als prioritär an. Eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.

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