Tessa Verena Probst aus Köpenick war im vergangenen Jahr eine der besten Abiturientinnen in Berlin. Mit einem Notendurchschnitt von 0,8 übertraf sie alle Erwartungen und erfüllte sich ihren großen Wunsch, ein Medizinstudium zu beginnen. Ein Jahr später zieht sie Bilanz: „Es war ein intensives Jahr, aber ich habe viel gelernt und bin glücklich mit meiner Entscheidung“, so die 19-Jährige gegenüber dem Bezirksreporter Philipp Hartmann.
Vom Schulbankdrücken zum Hörsaal
Nach dem Abitur begann Tessa direkt ihr Medizinstudium an der Charité in Berlin. Der Sprung von der Schule an die Universität sei herausfordernd gewesen, aber sie habe sich schnell eingelebt. „Die ersten Monate waren anstrengend, aber die Inhalte faszinieren mich sehr. Ich wusste schon immer, dass ich Ärztin werden will“, erklärt sie. Ihr Alltag habe sich komplett verändert: Statt Schulunterricht stehen jetzt Vorlesungen, Praktika und viel Selbststudium auf dem Programm. Trotz des hohen Arbeitspensums findet sie Zeit für ihre Hobbys wie Lesen und Joggen.
Reaktionen aus dem Umfeld
Ihre Familie und Freunde seien sehr stolz auf sie. „Meine Eltern haben mich immer unterstützt, aber auch überrascht reagiert, wie schnell ich mich an das Uni-Leben gewöhnt habe“, sagt Tessa. In den sozialen Medien erhielt sie viele Glückwünsche und Fragen zu ihrem Erfolgsrezept. Ihr Tipp an künftige Abiturienten: „Man sollte nicht nur auf Noten schielen, sondern auch die Zeit genießen und sich nicht zu sehr unter Druck setzen.“
Zukunftspläne und Perspektiven
Für die Zukunft hat Tessa klare Ziele: Sie möchte ihr Studium erfolgreich abschließen und später als Chirurgin arbeiten. „Ich hoffe, dass ich eines Tages Menschen helfen kann, und bin bereit, dafür viel zu investieren“, betont sie. Auf die Frage, ob sie das Abitur mit 0,8 wiederholen würde, antwortet sie lachend: „Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, aber der Druck war enorm. Heute würde ich mir vielleicht etwas mehr Gelassenheit wünschen.“
Statistik und Bedeutung
Laut der Berliner Senatsverwaltung für Bildung erreichten im vergangenen Jahr nur 0,5 Prozent aller Abiturienten einen Notenschnitt von 1,0 oder besser. Tessa gehört mit ihrer 0,8 zu dieser Spitzengruppe. Der Durchschnitt aller Abiturienten in Berlin lag bei 2,3. Ihr Erfolg zeigt, dass mit Fleiß und Unterstützung auch unter schwierigen Bedingungen Höchstleistungen möglich sind.



