Eine exklusive Auswertung zeigt, welche Oberschulen in Reinickendorf im Jahr 2026 bei Schülern und Eltern besonders gefragt sind. Sowohl Gymnasien als auch Integrierte Sekundarschulen (ISS) wurden unter die Lupe genommen. Die Nachfrage variiert stark zwischen den einzelnen Einrichtungen.
Gymnasien in Reinickendorf: Spitzenreiter und Überraschungen
Unter den Gymnasien führt das Humboldt-Gymnasium die Beliebtheitsskala an. Es verzeichnete für das Schuljahr 2026/2027 mit 450 Anmeldungen bei nur 120 verfügbaren Plätzen die höchste Nachfrage. Das bedeutet eine Aufnahmequote von lediglich 26,7 Prozent. Auf Platz zwei folgt das Georg-Herwegh-Gymnasium mit 380 Anmeldungen für 100 Plätze (Quote: 26,3 Prozent). Das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium belegt mit 340 Anmeldungen für 110 Plätze den dritten Rang (Quote: 32,4 Prozent). „Die hohe Nachfrage zeigt, dass Eltern großen Wert auf eine gymnasiale Bildung legen“, kommentiert ein Sprecher der Senatsbildungsverwaltung.
Integrierte Sekundarschulen: Diese ISS sind besonders gefragt
Bei den Integrierten Sekundarschulen sticht die ISS Hermsdorf hervor: 280 Anmeldungen standen 90 Plätzen gegenüber (Quote: 32,1 Prozent). Die ISS Waidmannslust verzeichnete 240 Anmeldungen für 80 Plätze (Quote: 33,3 Prozent). Die ISS Frohnau kommt auf 200 Anmeldungen bei 70 Plätzen (Quote: 35,0 Prozent). Die Nachfrage nach ISS ist insgesamt etwas geringer als nach Gymnasien, aber dennoch hoch. „Viele Familien schätzen das breite Angebot der ISS, das sowohl einen mittleren Schulabschluss als auch das Abitur ermöglicht“, erklärt ein Bildungsexperte.
Gründe für die Beliebtheit: Lage, Ruf und Angebote
Die Beliebtheit der Schulen hängt von mehreren Faktoren ab. Die Lage im grünen Norden Berlins spielt eine Rolle, ebenso der Ruf der Schulen und besondere pädagogische Konzepte. Das Humboldt-Gymnasium punktet mit einem starken naturwissenschaftlichen Profil, die ISS Hermsdorf mit einem Schwerpunkt auf Inklusion. Die Auswertung basiert auf den Anmeldezahlen für das Schuljahr 2026/2027, die von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie veröffentlicht wurden.
Auswirkungen auf die Schulentwicklung
Die hohe Nachfrage führt zu Engpässen und langen Wartelisten. Die Bezirksverwaltung Reinickendorf prüft daher Möglichkeiten zur Aufstockung der Kapazitäten. „Wir müssen die Schulplatzsituation dringend verbessern, um allen Kindern einen Platz an ihrer Wunschschule zu ermöglichen“, so ein Bezirksstadtrat. Eltern wird empfohlen, sich frühzeitig zu informieren und mehrere Schulen als Alternative in Betracht zu ziehen.



