Berliner Unis: Jeder zweite Studiengang mit NC im Wintersemester
Berliner Unis: Jeder zweite Studiengang mit NC

Berliner Hochschulen verlangen von Studienbewerbern im bundesweiten Vergleich am häufigsten gute Noten. Laut einer aktuellen Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) sind im kommenden Wintersemester 2026/2027 rund 54 Prozent aller Studiengänge in der Hauptstadt zulassungsbeschränkt – das ist der Spitzenwert unter den deutschen Bundesländern. Der Bundesdurchschnitt liegt bei lediglich 32 Prozent.

CHE-Analyse: Datenbasis und Methodik

Für die Untersuchung wertete das CHE die Einträge der bundesweiten Datenbank HRK Hochschulkompass aus, Stand Ende Mai 2026. Als zulassungsbeschränkt gilt ein Studiengang, wenn ein Numerus Clausus (NC), ein Auswahlverfahren oder eine Eignungsprüfung vorgeschrieben ist. Der Anteil der NC-Studiengänge ist in den vergangenen Jahren insgesamt rückläufig: Im Wintersemester 2018/2019 lag er bundesweit noch bei rund 41 Prozent.

Fächergruppen: Große Unterschiede

In Berlin weisen die Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften mit rund 59 Prozent die höchste Quote an zulassungsbeschränkten Studiengängen auf. In den Ingenieurwissenschaften liegt der Anteil bei etwa 50 Prozent, in Mathematik und Naturwissenschaften bei rund 52 Prozent. Deutlich niedriger ist die Hürde in den Sprach- und Kulturwissenschaften: Hier sind nur etwa 39 Prozent der Studienangebote mit einem NC belegt.

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Hochschultypen und Abschlussarten

An den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) ist der Anteil der zugangsbeschränkten Studienangebote mit rund 54 Prozent höher als an den Universitäten, wo er gut 46 Prozent beträgt. Auch zwischen den Abschlussarten gibt es Unterschiede: Für Bachelorstudiengänge (rund 54 Prozent) sind etwas häufiger bestimmte Voraussetzungen nötig als für Masterstudiengänge (rund 51 Prozent).

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